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Eilers gegen Konkurrenzkampf um Ärzte

Die Zukunftsprobleme müssten gemeinsam gelöst werden, fordert der Landtagsabgeordnete Christoph Eilers. In Löningen hörte er vor allem zu.

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Im Austausch (von links): Christoph Eilers suchte das Gespräch mit Löningens Bügermeister Burkhard Sibbel und dem Ersten Stadtrat Thomas Willen. Foto: G. Meyer

Im Austausch (von links): Christoph Eilers suchte das Gespräch mit Löningens Bügermeister Burkhard Sibbel und dem Ersten Stadtrat Thomas Willen. Foto: G. Meyer

Am Sonntag noch hatte Christoph Eilers an der Wahl des Bundespräsidenten teilgenommen. Tags darauf traf sich der CDU-Landtagsabgeordnete im Löninger Rathaus mit dem neuen Bürgermeister Burkhard Sibbel. Dabei ging es nicht nur ums Kennenlernen, sondern auch um drängende kommunale Themen.

Auch wenn Eilers in Berlin mit vielen Prominenten wie Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel oder DFB-Coach Hansi Flick zusammentraf, dürfte für ihn der 9. Oktober der wichtigere Wahltermin in diesem Jahr sein. Schließlich möchte er dann sein Landtagsmandat verteidigen. Gut zu wissen also, was den Kommunen derzeit auf den Nägeln brennt. "Die Themen ähneln sich", wusste Eilers von seinen bisherigen Stationen Molbergen und Emstek zu berichten.

Wie dort, nahmen auch in Löningen die Kindergartensituation, die  Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und die medizinische Versorgung den größten Gesprächsraum ein. Burkhard Sibbel und der Erste Stadtrat Thomas Willen wiesen den Landespolitiker auf die Bedeutung der St.-Anna-Klinik für die Stadt hin. Eilers betonte, dass er sich für den Erhalt aller drei Krankenhäuser im Landkreis Cloppenburg einsetzen werde, und warb zugleich für einen besseren Austausch unter den Einrichtungen. So bestehen aktuell unterschiedliche Ansichten zwischen dem Krankenhausverbund Quakenbrück-Löningen und dem St. Josefs-Hospital über die Einrichtung einer Neurologie in Cloppenburg. Die Entscheidung ist noch nicht getroffen, möglicherweise wird Gesundheitsministerin Daniela Behrens das letzte Wort haben. Eine Empfehlung gab Eilers zwar nicht ab. Er könne aber verstehen, dass die Menschen in Garrel oder Thüle gern schnelle Notfallhilfe im Falle eines Schlaganfalls hätten, sagte er. 

Sibbel: Digitalisierung weiter finanzieren

Ein "offenes und ehrliches Miteinander" wünscht sich der Cappelner auch beim Werben um neue Ärzte. Einen Konkurrenzkampf unter den Kommunen möchte er verhindern. "Auch hier haben wir als Region die Möglichkeit, gemeinsam, statt gegeneinander zu agieren." 

Burkhard Sibbel würdigte die öffentliche Förderung bei der Digitalisierung der Schulen. "Mittlerweile hat sich dort einiges bewegt." Der Bürgermeister wies allerdings darauf hin, dass die vielen neu angeschafften Tablets und Multimediaboards in einigen Jahren zum alten Eisen gehören würden. "Wir brauchen deshalb Folgefinanzierungen, um die Technik  auf dem neuesten Stand zu halten."

Unterstützung erhofft sich die Stadt auch bei einer möglichen Bewerbung um die Landesgartenschau. Sie könnte im Jahr 2030 rund um „Münzebrocks Mersch“ stattfinden. Christoph Eilers begrüßte die Aktivitäten. Der Startschuss sei gemacht. Ob es am Ende zur Bewerbung kommt, ist aber offen. "Uns geht es vor allem darum, das Gebiet zu entwickeln", betonte Sibbel.

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