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Ehrgeizige Klimaziele, jetzt!

Thema: Am Donnerstag ist Erdüberlastungstag - Das bedeutet unsere Ressourcen für das Jahr sind bereits erschöpft. Der Klimawandel nimmt immer mehr an Fahrt auf - doch die Politik greift nicht durch.

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Am Donnerstag, am 29. Juli, ist der „Erdüberlastungstag“. Ab sofort nehmen wir der Welt also mehr Ressourcen weg, als alle Ökosysteme in diesem Jahr erneuern können. Trotz verheerender Katastrophen wie der Flut im Westen Deutschlands oder der Waldbrände in Amerika wird der Klimawandel von der Politik nicht ernst genug genommen. Dabei steht die Uhr auf 5 nach 12.

Geredet wird viel – gehandelt wird jedoch nicht. Das zeigt uns auch das Treffen der G20 Staaten in Neapel, bei welcher „keine Einigung“ gefunden werden konnte. Man beachte, dass die Konferenz nur wenige Tage nach dem dramatischen Hochwasser hierzulande stattgefunden hat.

"Das eigentliche Problem liegt bei den Großkonzernen und Lobbyverbänden, die aus Sorge vor weniger Profit keine zu schnellen Veränderungen haben wollen."Lisa Bernhardt

Immer wieder wird ein „Konsumwandel“ gefordert. Dabei wird argumentiert, dass der Verbraucher auch nachhaltig produzierte Produkte kaufen und somit den Markt durch das Angebot und Nachfrage Prinzip beeinflussen könne. Ja, dies hat seine Richtigkeit. Nachhaltiger Konsum ist wichtig. Dennoch kann nicht alles auf den Einzelnen abgewälzt werden. Die Fäden haben Politik und Wirtschaft in der Hand. Viele Menschen wünschen sich mehr Klimaschutz und sind bereit, ihren Konsum umzustellen.

Das eigentliche Problem liegt bei den Großkonzernen und Lobbyverbänden, die aus Sorge vor weniger Profit keine zu schnellen Veränderungen haben wollen. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen die Welt verändern, doch um die 1,5 Grad Marke nicht zu überschreiten, müssen strengere Klimagesetze her. Denn nur dadurch können wir den CO2-Ausstoß verringern und somit größere Veränderungen erzielen. Es ist also an der Zeit, den globalen nationalstaatlichen Egoismus und die Gier endlich hinter sich zu lassen.

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