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"Dröge" Theorie zum Auftakt für neues Löninger Jugendparlament

Ein Gremium für die Jugend: In Löningen soll es künftig ein Jugendparlament geben. Teenager haben nun in corona-gerechten Workshops Grundlagen zur Satzung sowie Wahl- und Geschäftsordnung erarbeitet.

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Workshop: 33 junge Leute erarbeiteten  unter der Leitung  von Ulrich Keil (links), dem Ersten Stadtrat Thomas Willen (hinten rechts) und Bereichsleiter Heidjer Schwegmann  die Arbeitsgrundlagen des Jugendparlaments. Foto: Willi Siemer

Workshop: 33 junge Leute erarbeiteten unter der Leitung  von Ulrich Keil (links), dem Ersten Stadtrat Thomas Willen (hinten rechts) und Bereichsleiter Heidjer Schwegmann  die Arbeitsgrundlagen des Jugendparlaments. Foto: Willi Siemer

Das große Ziel haben alle Verantwortlichen bereits fest vor Augen: Ein neues Löninger Jugendparlament soll am 12. September, wenn auch in den Kommunal- und Bürgermeisterwahlen  der neue Stadtrat bestimmt wird, von den Jugendlichen der Stadtgemeinde gewählt werden. Doch vor der damit verbundenen Mitbestimmung und Meinungsäußerung stand zunächst einmal die "dröge" Theorie:

Die Initiatoren sind zufrieden mit der Resonanz

In einem dreitägigen Workshop haben insgesamt 33 junge Löninger in jeweils coronagerechten Kleingruppen die Grundlagen der parlamentarischen Arbeit, wie Satzung, Geschäfts- und Wahlordnung, erarbeitet. Vorbereitet hatte diese erste Aktion der zuständige Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, Ulrich Keil, gemeinsam mit Jugendtreff-Leiterin Marika Schadwinkel und Mitarbeiterin Selena Menke. Heidjer Schwegmann, der Regionalleiter des Leiner-Stifts, der seit einigen Monaten den Löninger Jugendtreff betreibt, zeigte sich ebenso wie der Erste Stadtrat Thomas Willen zufrieden mit der Resonanz auf den ersten Aufruf.

Die Stadtverwaltung hatte alle 1440 jungen Leute zwischen 14 und 20 in einem Schreiben aufgerufen, sich an den Vorbereitungen für den Jugendtreff zu beteiligen. Gleichzeitig war ein QR-Code für eine digitale Umfrage zu den Erwartungen, Wünschen und Themen der Jugendlichen für die Arbeit eines Jugendparlaments mit übermittelt worden. Sowohl die gute Teilnahmequote als auch die Ergebnisse der Workshops seien vielversprechend, so Schwegmann.

"Ich schätze die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen und gehört zu werden."Friderieke Rolfes, 19 Jahre

Die Beiträge in der Grundlagenarbeit werden von den Verantwortlichen zusammengefasst und sind dann Basis für die weiteren Beratungen im zuständigen Ausschuss des Rates Anfang Mai unter anderem zu einem Wahlausschuss. Ziel des Jugendparlaments sei neben der Mitwirkung und dem Schaffen einer Plattform für die Mitbestimmung von jungen Leuten auch das Leben und Praktizieren von Demokratie, betont Schwegmann. Sie verspreche sich von einem Jugendparlament mehr Einblick und mehr Mitsprache bei Freizeitmöglichkeiten und eine Verbesserung des Umgangs miteinander in den sozialen Medien, erläutert Franziskas Brundiers (16). Sie schätze die Möglichkeit, die Meinung zu sagen und gehört zu werden, erklärte Friderieke Rolfes (19). Zu den Aufgaben zählt für Julia Jonker (19) der Einsatz für Verbesserungen in der digitalen Infrastruktur. Er möchte politische Erfahrungen sammeln und sich im Jugendparlament dafür einsetzen, Löningen ansprechender für junge Leute zu machen, erklärte Ben Sibbel (19).

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