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Dinklage will seine Kinder und Jugendlichen besser vor Corona schützen

In die Kindergärten sollen 41 Lüftungsgeräte eingebaut werden. Auch die Grundschulen der Stadt sollen ausgestattet werden. Bis zur Umsetzung wird es aber noch dauern.

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Symbolfoto: dpa

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Seit den Sommerferien gehen die Kinder und Jugendlichen wieder in Präsenz zur Schule. Weiterhin ist die Maxime zum Schutz vor einer Corona-Infektion: Maske tragen, Abstand halten und regelmäßig lüften. In Dinklage sollen bald in den Kindergärten und Grundschulen Lüftungsgeräte als weitere Komponente hinzukommen. Der Stadtrat hat dafür den Weg freigemacht.

Laut Ratsbeschluss sollen in die 5 Kitas und 2 Grundschulen raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) eingebaut werden. Konkret bedeutet das für die Kindergärten, dass dort 41 Geräte verbaut werden. Diese sollen etwa in Gruppenräumen, Turnhallen oder auch Kindercafés positioniert werden. Die Stadtverwaltung beziffert die Kosten dafür auf 1,05 Millionen Euro. 

Bereits im August erhielt die Stadt einen Zuwendungsbescheid vom Bund. Demnach gibt es eine Förderung von 840.000 Euro. Ein Ingenieurbüro soll jetzt mit der Planung beauftragt werden. Bei der Umsetzung der Planungen rechnet die Stadt mit 194.000 Euro.

Lieferzeit der Raumlüfter beträgt aktuell rund 15 Wochen

"Wir müssen dem Ganzen jetzt mit Druck nachgehen", sagt Matthias Windhaus (SPD). Er fordert, dass jetzt schnell losgelegt werden soll. "Unser Ziel sollte es sein, das Risiko für die Kinder zu reduzieren", sagt er. Auch Andreas Windhaus von der CDU betont, dass die Maßnahme gut und richtig ist. Zudem: "Wir haben aktuell noch einen zeitlichen Vorsprung."

Sicher ist, dass es bis zur genauen Umsetzung noch dauern wird. Denn die Lieferzeit für Raumlüfter beträgt aktuell 15 Wochen mit steigender Tendenz. Das habe die Stadt Dinklage bei einem Planer erfragt.

Neben den Kindergärten sollen auch die Grundschulen mit Raumlüftern ausgerüstet werden. Das Problem: Bei der Förderung von Schulen ist die Bundesförderung auf einen Zuschuss von 500.000 Euro pro Standort begrenzt. Demnach könnten in der Grundschule Kardinal von Galen 20 Räume ausgestattet werden - mit einem Kostenvolumen von besagten 500.000 Euro. Die Grundschule Höner Mark kann 18 Räume mit Raumlüftern ausstatten. Die Kosten liegen hier bei etwa 450.000 Euro.

Stadt hat bereits Förderbescheide für die Grundschulen erhalten

Für beide Schulen hat die Stadt vom Bund bereits Förderbescheide von insgesamt 760.000 Euro erhalten. Die müsste demnach 20 Prozent der Gesamtkosten selbst tragen (190.000 Euro).

Es ist bereits ein Ingenieurbüro beauftragt, das mit den Planungen beginnen soll. Die Stadt rechnet mit einer Planungsdauer von 2 bis 3 Monaten. Die Planungskosten werden mit 118.000 Euro veranschlagt. Der Stadtrat genehmigte diese außerplanmäßigen Kosten jetzt. 

Die ersten Raumlüfter werden aber nach den Schätzungen frühstens im Sommer 2022 eingebaut. Sollten sich die Lieferzeiten noch verlängern, könnte der Einbau nach den Sommerferien 2022 vonstatten gehen. Bis dahin müssen die Schüler und Kitakinder weiter Maske tragen, Abstand halten und regelmäßig lüften.

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