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Dinklage fördert Gründächer und Zisternen

Die Politik macht den Weg für die neue Richtlinie frei. Im Haushalt stehen für die finanzielle Unterstützung von Maßnahmen 50.000 Euro zur Verfügung.

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Aktive Klimaschutzmaßnahme: Gründächer bieten laut Klimaschutzexperten viele Vorteile. Foto: Archiv

Aktive Klimaschutzmaßnahme: Gründächer bieten laut Klimaschutzexperten viele Vorteile. Foto: Archiv

Die Stadt Dinklage fördert ab sofort die Ausstattung von Wohngebäuden mit Zisternen und Dachbegrünungen für Wohn-, Gewerbe- und Vereinsgebäude finanziell. Die entsprechende Richtlinie „zur Förderung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung“ (siehe Fakten) hat der Stadtrat in seiner Sitzung wenig überraschend einstimmig beschlossen. Dafür gibt's im Haushalt 2022 ein Budget von 50.000 Euro.

Die Details der neuen Richtlinie, die Nachbarkommunen durchaus sehr ähneln, weil sich die Fachleute in den Verwaltungen regelmäßig austauschen, hatte Klimaschutzmanager Andre Woelk schon umfassend im Umweltausschuss vorgestellt. Die Aussprache im Rat fiel entsprechend kürzer aus. „Wir wollen über Klimaschutz in Dinklage nicht nur reden, sondern ihn auch physisch sichtbar machen“, sagte Woelk. Er berichtete, dass nach der ersten Berichterstattung bei OM-Medien bereits ein halbes Dutzend Anträge bei der Stadt Dinklage eingegangen seien.

Susanne Witteriede (SPD) schlug vor, zukünftig auch den Rückbau von Steinbeeten und versiegelter Fläche zu fördern. Auch solle die Gültigkeitsdauer von einem Jahr mit in die Richtlinie aufgenommen werden. Nicole Bramlage (CDU) forderte die Stadt auf, die Richtlinie „nicht nur online zu stellen, sondern aktiv Werbung zu machen“. Nach einem Jahr solle die Verwaltung Bilanz ziehen, wie das Angebot angenommen wird. Ulrich Heitmann (BfD) regte an, dass Wasser aus überfüllten Zisternen nicht in die Kanalisation, sondern in eine Senke oder Rückhaltebecken abzuleiten, um es für die Natur zu nutzen.


Wie Zisternen und Gründächer gefördert werden:

Zisternen: Förderfähig sind Zisternen für Wohngebäude (Ein- und Mehrfamilienhäuser) und Nichtwohngebäude. Den Zisternen darf ausschließlich das von Dächern ablaufende Niederschlagswasser zugeführt werden. Es gibt acht verschiedene Förderstufen mit einem Förderbetrag zwischen 400 und 1200 Euro – je nach Fassungsvermögen der Zisternen. Nicht gefördert werden Zisternen, deren Anschaffungskosten unter 700 Euro liegen.

Gründächer: Gefördert wird der Aufbau der Vegetationsschicht, Schutzlage/Wurzelschutz, Dränschicht, Filtervlies, Substrat, Ansaat oder Pflanzen auf Garagen, Carports, Wohn-, Büro- und Gewerbegebäuden. Der Zuschuss beträgt 40 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten der Anlage – maximal 4000 Euro.

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