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Dinklage erhält 2 Millionen Euro für Freibad-Sanierung

Die Stadt profitiert von ihrer Bewerbung für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Bürgermeister Bittner ist von der Nachricht begeistert.

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Der Schein trügt: Das Dinklager Freibad ist alt und an vielen Stellen sanierungsbedürftig. Foto: Böckmann

Der Schein trügt: Das Dinklager Freibad ist alt und an vielen Stellen sanierungsbedürftig. Foto: Böckmann

Tolle Nachrichten für die Stadt Dinklage: Für die geplante Sanierung des Freibades erhält die Kommune 2 Millionen Euro. Wie die für den Landkreis Vechta zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (Delmenhorst) mitteilte, fließen im Rahmen des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ exakt 1.999.064 Euro in die Burgwaldstadt - das sind genau 45 Prozent des anvisierten Projektvolumens von 4.442.364,56 Millionen Euro.

Um die Mittel des Konjunkturpakets möglichst schnell zu nutzen, hatte der Haushaltsausschuss bereits im September 2020 mit einer ersten Tranche in Höhe von 200 Millionen Euro deutschlandweit 105 Projekte gefördert. Mit seiner aktuellen Entscheidung hat der Haushaltsausschuss in einer zweiten Tranche – Höhe: 400 Millionen Euro – weiteren 225 Projekten zur Förderung verholfen und damit Gesamtinvestitionen in Höhe von 879 Millionen Euro ausgelöst. Davon profitiert nun auch die Stadt Dinklage.

Dinklages Bürgermeister Frank Bittner wurde von der Nachricht am Mittwochmittag "total überrascht", "die Riesensumme ist der Hammer". Auch, weil Dinklage bei Förderanträgen zuletzt etwa für das Hallenbad oder die Kardinal-von-Galen-Halle leer ausgegangen war. Die Nachricht freue ihn ungemein – auch für die sehr aktive Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Freibad muss an vielen Stellen saniert werden

Bittner bedankte sich für das Engagement der CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (Lindern) und Andre Berghegger (Melle) und bei seinen Mitarbeitern, speziell dem zuständigen Hauptamtsleiter Alfons Echtermann und die für Förderanträge zuständige Dorothee Arp. Der 51-Jährige glaubt, dass die Freibad-Sanierung "jetzt Fahrt aufnehmen wird". Die Stadt müsse allerdings weiterhin ihre Hausaufgaben machen.

Über die Freibad-Sanierung debattieren die Dinklager Politiker seit Jahren; die letzten 18 Monate intensiver. Dass die 1963 im Stadtteil Wiek eröffnete Badeanstalt saniert werden muss, darüber sind sich Politik und Verwaltung, Bademeister und DLRG-Ortsgruppe einig. Die Mängelliste ist lang, auch wenn viele Probleme erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Die größte Baustelle ist das Nichtschwimmerbecken. Denn es hat laut einem Gutachten einen „Totalschaden“. Dazu kommt: Das Hauptbecken verliert aus bislang unbekannten Gründen bis zu 10 Kubikmeter Wasser am Tag. Die beiden Sprungtürme sind nicht mehr optimal zu nutzen. Der Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter hat noch den 60er-Jahre- Stil. Und, und, und ...

Konsens herrschte bei den Parteien und Bürgermeister Frank Bittner darüber: Die in vielen Bereichen sanierungswürdige Badeanstalt soll mit einer Wasserfläche von 720 Quadratmetern modernisiert werden. Gelder im Haushalt sind bereitgestellt. Ein entsprechendes Konzept hatte ein Bäderexperte vorgestellt. Die CDU hatte ihre Zusage, die Badeanstalt zu modernisieren, an die Bedingung geknüpft, dass die Fördermittel fließen – und sich deshalb nach Alternativen umgesehen.  In einer ersten Stellungnahme betonte CDU-Fraktionschef Andreas Windhaus: "Da jetzt die Fördermittel bewilligt werden und wir diese keinesfalls gefährden wollen, gibt es keine Veranlassung, die Alternativplanung fortzusetzen."

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