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Diese Spielplätze sollen in Holdorf bald neu hergerichtet werden

Ein Arbeitskreis erstellt eine Prioritätenliste, auf welchen Flächen in den nächsten Jahren investiert werden soll. Ein in Damme erfolgreiches Inklusionskonzept soll am Birkenfeld umgesetzt werden.

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In einem ordentlichen Zustand: Der Spielplatz am Ahornring in Holdorf-Ort soll künftig aber noch besser ausgestattet werden. Foto: Vollmer

In einem ordentlichen Zustand: Der Spielplatz am Ahornring in Holdorf-Ort soll künftig aber noch besser ausgestattet werden. Foto: Vollmer

Rutschen, schaukeln, klettern – auf Spielplätzen können Kinder nach Herzenslust toben. Doch wie ist eigentlich der Zustand der Spielplätze in der Gemeinde Holdorf? Welche Flächen sind in einem guten Zustand und werden vom Nachwuchs häufig aufgesucht? Auf welchen Arealen sind die Spielmöglichkeiten begrenzt. Welche Spielplätze werden vielleicht gar nicht mehr besucht?

Es sind Fragen, mit denen sich in den vergangenen Monaten der neu gegründete Arbeitskreis Spielplätze in der Gemeinde Holdorf befasst hat. Die Politiker haben sich in dem Extra-Gremium und im zuständigen Ausschuss für gesellschaftliche Belange nun darauf verständigt (auch mit Blick auf die Zahl der in der Umgebung lebenden Kinder), auf welchen Flächen in den nächsten Jahren investiert wird, damit sie einen besonderen Charakter erhalten.

Das Ergebnis: Die Spielplätze am Ahornring (noch in 2022), am Birkenfeld (2023/2024) und Lüttmerskamp (2025) in Holdorf-Ort sowie der Spielplatz an der Bergstraße 68 (2026) in Langenberg sollen neu hergerichtet werden. Für den Ahornring sind zum Beispiel ein neues Karussell, eine Seilbahn und drei Wackelplatten geplant.


Das sind die offiziell ausgeschriebenen Spielplätze:

Holdorf: Ahornring, Birkenfeld, Frankenstraße, Ginsterweg/Kreuzbreite, Grundschule, Kolpingstraße, Lüttmerskamp, Naturlehrpfad, Steinbrink, Wilhelm-Busch-Straße, Jugendtreff und Spielplatz am Heidesee.

Langenberg: Bergstraße 30, Bergstraße 68, Ernst-Böhm-Straße, Grundschule.

Fladderlohausen: Kaiserstraße, Am Wasserwerk.


Das Besondere am aktuell eher wenig attraktiven Spielplatz am Birkenfeld: Die 3400 Quadratmeter große Fläche soll ein Inklusionsspielplatz werden. Das heißt: Dort sollen Spielgeräte stehen, die auch Kinder mit Handicap nutzen können. Das Konzept ähnelt dem inklusiven Spielplatz am Erlenweg in Damme, dem ersten seiner Art im Landkreis Vechta. Dort gibt es ein Karussell, das auch Kinder im Rollstuhl nutzen können. Oder ein für Rollifahrer geeignetes Trampolin. Weil die Geräte für einen Inklusionsspielplatz sehr teuer sind – der Dammer Spielplatz kostete insgesamt rund 75.000 Euro – versucht die Gemeinde Holdorf, Fördermittel über das Projekt Leader einzuwerben.

Die Anregung, sich intensiver mit den Spielplätzen in der Gemeinde zu beschäftigen, kam von der SPD. Für 25 Flächen (die 18 offiziellen Spielplätze, dazu Dorfplätze, die BMX-Bahn, Skateranlage, Fußball-Arena etc.) hatten die Arbeitskreis-Vorsitzenden Inge Olberding und Janine Wienholt den Zustand dokumentiert. Was kann an Spielgeräten bleiben? Was kann weg? Was sollte neu angeschafft werden? Ihr Eindruck: Rund die Hälfte der Flächen sind in einem guten bis sehr guten Zustand (vor allem in den neueren Baugebieten). Die andere Hälfte eher weniger. Einige „Spielplätze“ verfügten im Endeffekt nur noch über eine Bank. Wenn überhaupt.

Doppelt so viel Geld für Unterhaltung von Spielplätzen

Auch für die Interessengemeinschaft Holdorf war dies ein Wahlkampfthema. Der neu gebildete Rat hatte dann das Budget im Haushalt gleich verdoppelt: Für die Unterhaltung von Spielplätzen sind jetzt 20.000 Euro eingeplant (vorher 10.000 Euro), für die Errichtung dann 40.000 Euro (vorher 20.000 Euro). Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug sagt: „Der Anspruch muss sein, für jeden Spielplatz eine Idee zu entwickeln.“ Sei dies geschehen, würde es darum gehen, das Konzept Schritt für Schritt und Stück für Stück umzusetzen. Das könne 10 oder auch 15 Jahre dauern.

Endgültig entschieden ist indes noch nichts. Es soll Anwohnerversammlungen geben. Der Ausschuss für gesellschaftliche Belange tagt am 8. Juni erneut. Ein endgültiger Beschluss könnte in der Ratssitzung am 28. Juni gefasst werden.

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