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Diese Eindrücke nimmt Hubertus Heil aus dem Niedersachsenpark mit

Bei dem Besuch des Bundesarbeitsministers hält Ansgar Brockmann einen Vortrag: Das interkommunale Industriegebiet wird wirtschaftlich stärker – steht aber vor einigen Herausforderungen.

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Diskutierten über den Niedersachsenpark: Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (3. von rechts), und Ansgar Brockmann (2. von rechts), Bürgermeister und Vorsitzender der Gesellschafter des Niedersachsenparks.  Foto: E. Wenzel

Diskutierten über den Niedersachsenpark: Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (3. von rechts), und Ansgar Brockmann (2. von rechts), Bürgermeister und Vorsitzender der Gesellschafter des Niedersachsenparks.  Foto: E. Wenzel

Zu wenig Personal, Materialengpässe und Platzprobleme – die aktuellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt belasten auch die Unternehmen in Neuenkirchen-Vörden. Davon machte sich der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in dieser Woche ein Bild. Er besuchte den Vördener Betrieb Möller Metallbau. Ein großes Thema bei dem Besuch war auch der interkommunale Niedersachsenpark in Neuenkirchen. Bei einem Vortrag im Rathaus ging Bürgermeister und Vorsitzender der Gesellschafter des Niedersachsenparks, Ansgar Brockmann, auf die Entwicklung und die Probleme ein.

Die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebiets zwischen Rieste und Neuenkichen-Vörden schreite gut voran. Brockmann betonte, dass stets darauf geachtet werde, dass der Park natürlich und mit Augenmaß wachse. Mittlerweile umfasse das Gebiet 412 Hektar – ein Teil davon ist ein Überschwemmungsgebiet. 205 Hektar der gesamten Fläche sind mit Bebauungsplänen ausgewiesen, zwei davon sind Pläne der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden.

Ein großes Thema sei aktuell die zusätzliche Autobahnausfahrt "67a Rieste". Man warte zurzeit auf den Feststellungsbeschluss der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, teilt Brockmann mit. Werde dieser beklagt, könne sich der Start der Bauarbeiten weiter verzögern.

Zusätzliche Autobahnausfahrt und Kreisel sollen Verkehr beruhigen

Mit der 2. Autobahnausfahrt einher ginge auch der Bau des 3. Kreisels auf der K149. Dieser soll sich im Bereich des neuen Vördener Ortseingangs befinden und die Geschwindigkeit der ortseinwärts fahrenden Pkw drosseln. Der in Richtung Autobahn führende Ortseingang soll um rund 100 Meter verlegt werden. Das ermögliche es der Gemeinde, die Bebauungsgrenze zur Straße hin verringern zu können und Grundstückseinfahrten anzulegen.

Ein Thema, das im Rahmen des Ministerbesuchs zudem besonders im Fokus stand, waren die Beschäftigten im Niedersachsenpark. Mittlerweile arbeiten etwa 2700 Personen in den 70 Firmen des Gewerbegebietes. Auf Nachfrage schätzt Ansgar Brockmann den Teil der Leiharbeiter auf circa 30 Prozent – nur in Sonderfällen würden die Firmen mehr Mitarbeiter einstellen. So verfahre etwa Adidas, wenn Weltmeisterschaften anstünden.

Neuenkirchens Dilemma: Personal nötig, Wohnraum knapp

Generell sei auch im Niedersachsenpark der Fachkräftemangel ein Problem, erklärt Brockmann. Es sei qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland nötig, viele im Industriegebiet Angestellten pendeln aber auch aus dem Osnabrücker Raum nach Neuenkirchen-Vörden. Denn in die Gemeinde im Südkreis könne keiner mehr ziehen, erklärt Brockmann. "In Neuenkirchen ist der Wohnungsmarkt dicht", meinte der Bürgermeister – sobald eine Wohnung frei werde, sei sie schon wieder vergeben. Dazu sei besonders das Angebot an bezahlbarem Wohnraum knapp.

Eine kleine Entlastung soll ein geplantes Wohngebiet im Ortsteil Vörden bringen. Dort soll Ende des Jahres ein Baugebiet ausgewiesen werden. Diskutiert wird auch das Baugebiet in der Neuenkirchener Mühlensiedlung.

Auf Parkanlage am Bahnhof könnte Bushaltestelle entstehen

Sonst setzt die Gemeinde auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Zwei Buslinien bestehen schon. Diese verbinden die verschiedenen Städte und Gemeinden des Landkreises Osnabrück sowie des Landkreises Vechta mit Neuenkirchen. Der Busverkehr nach Vörden sei noch nicht gut ausgebaut, erklärt Brockmann – es würden aktuell aber Besprechungen laufen. Außerdem hat die Gemeinde Neuenkirchen die Parkanlage am Neuenkirchener Bahnhof gekauft. Laut Brockmann ist eine Überlegung, dass dort eventuell eine Bushaltestelle entstehen könnte.

Darüber hinaus biete die Nordwestbahn im Stundentakt die Möglichkeit, nach Neuenkirchen zu gelangen. Eine Entlastung im Landkreis Vechta bietet außerdem das Angebot der Moobil-Plus-Busse. Auf den Werksverkehr seien die Kleinbusse aber nicht angepasst, bemängelt Brockmann.

Darüber hinaus müssen die Radfahrverbindungen ausgebaut werden, erklärt der Vorsitzende der Gesellschafter. So könnten die Angestellten die letzten Meter von den Bushaltestellen und Bahnhöfen zur Arbeit fahren. Er betont: Dabei müsse Vörden mitbedacht werden.

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