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Die UBG fordert: Lohne soll Optionen zum Aufbau von Shared Mobility prüfen lassen

Bisher gibt es keine Angebote in der Stadt. Dies könnte sich nach dem Willen der Unabhängigen Bürgergemeinschaft ändern. Sie sieht große Chancen in neuen Mobilitätskonzepten.

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Carsharing gibt es bereits in vielen Städten in Deutschland. Es kann ein Baustein zu einer nachhaltigen Mobilität sein. Die UBG in Lohne möchte nun die Möglichkeiten und Potenziale von "Shared Mobility" untersuchen lassen. Foto: dpa

Carsharing gibt es bereits in vielen Städten in Deutschland. Es kann ein Baustein zu einer nachhaltigen Mobilität sein. Die UBG in Lohne möchte nun die Möglichkeiten und Potenziale von "Shared Mobility" untersuchen lassen. Foto: dpa

Welche Möglichkeiten gibt es in Lohne, um "Shared Mobility"-Angebote aufzubauen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Unabhängige Bürgergemeinschaft (UBG). Sie fordert, dass die Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie zu dem Thema in Auftrag gibt. Die Prüfung soll sich unter anderem auf Elektroautos, E-Bikes und E-Lastenräder beziehen, heißt es in dem Antrag, über den die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung in ihrer Sitzung am Donnerstag (17. November) beraten. Beginn ist um 17 Uhr im Ratssaal des Lohner Rathauses.

"Shared Mobility" beschreibt die gemeinsame Nutzung von Verkehrsmitteln wie Fahrrädern, E-Scooter oder Autos. Dadurch wird nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch das Portemonnaie. Die UBG begründet ihren Vorstoß unter anderem damit, dass der Flächendruck in Lohne stetig wächst und die Entfernungen aus den Wohnsiedlungen in die Innenstadt größer werden. Die Fraktion verweist auf steigende Benzinpreise und den Klimawandel.

Vor diesem Hintergrund müsse Lohne über alternative und nachhaltige Mobilitätskonzepte nachdenken. Die UBG sieht nach eigenen Angaben große Chancen in der Shared Mobility. Als Argument nennen Julian Tillesch, Mitglied im Umweltausschuss, und der Fraktionsvorsitzende Franziskus Pohlmann die flächendeckende Verbreitung von Smartphones und Internet, die es ermögliche, Mobilität neu zu organisieren. Das Angebot an Dienstleistungen habe sich in diversen Kleinstädten in den vergangenen Jahren vervielfacht. "Leihautos & Leihräder sind nur einen Klick entfernt", schreibt die UBG.

In Damme ist die Nachfrage nach E-Carsharing bisher gering

Die Option, Fahrzeuge für einen kurzen oder längeren Zeitraum zu mieten, könnte in Lohne ein Baustein für eine "umweltfreundlichere und kompaktere Innenstadt" sein, heißt es in dem UBG-Antrag, und zur Entlastung von Knotenpunkten wie jenem an der Bakumer Straße/Dinklager Straße beitragen. Gerade in Krisen- und Inflationszeiten stelle Shared Mobility eine kostengünstige und effiziente Alternative zum Kauf dar.

Wie ein konkretes E-Mobilitätsangebot für Lohne aussehen könnte, will die UBG über eine Machbarkeitsstudie in Erfahrung bringen. Inhalt sollten Ausgestaltungsfaktoren wie der Umfang, die Anzahl und der Kostenrahmen sein, insbesondere vor dem Hintergrund der verbesserten Erreichbarkeit der Innenstadt aus den äußeren Stadtgebieten, heißt es.

In Damme wird das seit März 2020 bestehende E-Carsharing unterdessen fortgesetzt – auch wenn die Nachfrage bisher gering war. Bis Ende 2022 soll nun ein Konzept erarbeitet werden, um das Angebot für die Öffentlichkeit attraktiver zu gestalten.

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