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Die Stadt stellt Ideen vor, wie die Jägerstraße sicherer werden könnte

Im Abschnitt zwischen der Jagdhornstraße und dem Ende des neuen Wohngebiets soll die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden. Die SPD/Grünen-Gruppe hatte dies gefordert.

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Eine Gefahrenstelle: An der Jägerstraße gibt es im Abschnitt ab der Jagdhornstraße ortsauswärts keinen Gehweg. Dies führt des Öfteren zu brenzligen Situationen für Fußgänger und Radfahrer.    Foto: Timphaus

Eine Gefahrenstelle: An der Jägerstraße gibt es im Abschnitt ab der Jagdhornstraße ortsauswärts keinen Gehweg. Dies führt des Öfteren zu brenzligen Situationen für Fußgänger und Radfahrer.    Foto: Timphaus

Die Stadt Lohne hat sich Gedanken über einen verkehrssicheren Ausbau eines längeren Abschnitts der Jägerstraße gemacht. Die Verwaltung stellt ihre Lösungsansätze in Kürze im Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung vor. Die Sitzung beginnt am Donnerstag (3. Februar) um 17 Uhr in der Realschule.

Hintergrund der Überlegungen ist ein Antrag der SPD/Grünen-Gruppe. In dem Schreiben heißt es, seit mehr als einem Jahrzehnt erfolge entlang der Jägerstraße eine verstärkte Wohnbauentwicklung. Aufgrund aktueller Projekte sowie der perspektivischen Entwicklung zusätzlicher Baugebiete werde die Verkehrsbelastung weiter zunehmen, prognostizieren SPD und Grüne.

Die Gruppe kritisiert, dass die Verkehrsinfrastruktur bisher nicht der Entwicklung angepasst, sondern eher sogar vernachlässigt worden sei. Aufgrund fehlender Geh- und Radwege seien Fußgänger und Radfahrer einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt. Anlieger hätten schon mehrfach den Zustand der Jägerstraße bemängelt. 

Im Umfeld der Jägerstraße sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Wohnungen entstanden.   Foto: TimphausIm Umfeld der Jägerstraße sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Wohnungen entstanden.   Foto: Timphaus

Die Lösung lautet "Verkehrsmischflächen"

Die Stadt will die Verkehrssituation nun durch einen Umbau und die Erweiterung zu sogenannten Verkehrsmischflächen verbessern. Das bedeutet, dass Fahrbahn und Gehweg höhengleich angelegt werden und eine Unterscheidung lediglich durch das rote beziehungsweise graue Pflaster erfolgt. 


Der Ist-Zustand: Die Stadt hat den Straßenabschnitt zur besseren Übersicht in drei Teile gegliedert: von der Einmündung Jagdhornstraße bis circa zur Hausnummer 81, von der Hausnummer 83 bis zur 104 und ab der Schellohne bis zum Ende des Planbereichs für den Bebauungsplan 146 C "nördlich der Pariser Straße/westlich der Jägerstraße", dessen Aufstellung jüngst beschlossen wurde.

Der Bereich im ersten Teil wurde 2000 ausgebaut. Die Betonsteinpflasterstraße wurde in 5,50 Metern Breite in Grau hergestellt. Es wurde ein Tiefbord zur seitlichen Begrenzung eingebaut, sodass das Regenwasser in seitlich angelegte Mulden versickern kann. In die Mulden wurden Straßenbäume gepflanzt.

Der Bereich im zweiten Teil wurde 1983 ausgebaut. Hier wurde die Fahrbahn einschließlich der Rinnen in circa 6 Metern Breite ausgebaut. Hier wird das Regenwasser über Straßenabläufe in den Kanal geführt. Die seitliche Begrenzung der Fahrbahn ist durch eine Hochbordanlage angelegt. Die Gehwege sind jedoch nicht gepflastert, sondern als Rasenflächen begrünt worden. 2000 wurden hier ebenfalls Bäume gepflanzt. Diese bilden somit eine durchgehende Allee. Für den zweiten Teil hat die Stadt eine Verkehrszählung durchgeführt, deren Ergebnisse während der Sitzung vorgestellt werden.

Im Bereich im dritten Teil wurde im Zuge der Erschließung des neuen Wohngebiets in der Jägerstraße eine Baustraße eingezogen. Der Ausbau ist, wie in den angrenzenden Wohngebieten, mit einer 7,50 Meter breiten Verkehrsmischfläche vorgesehen.


Die Zukunft: Einen Umbau nur im Bereich der bestehenden Fahrbahn hat die Stadt bereits verworfen. Um einen mindestens 1,50 Meter breiten Gehweg zu realisieren, müsste die Fahrbahn auf 4 beziehungsweise 4,50 Meter Breite reduziert werden. Dies wäre für Begegnungsverkehr zu schmal.

Im ersten Teil müsste die Verkehrsfläche um 2 Meter erweitert werden. Da dann die Versickerungsflächen nur noch zum Teil zur Verfügung stehen, müssten seitliche Abläufe mit Kanalanschluss die Entwässerung regeln. Die Bäume müssten auf einer Seite gefällt werden. Anliegerbeiträge fallen nicht an, da der Bereich im Jahr 2000 mit den Anliegern endgültig abgerechnet wurde.

Im zweiten Teil können die vorhandenen Grünflächen hinter dem Hochbord zu Gehwegen ausgebaut werden. Hierbei müssten alle Bäume gefällt werden. Alternativ könnte eine 7,50 Meter breite Verkehrsmischfläche gebaut werden. Das Fällen der Bäume auf einer Seite wäre auch in diesem Fall erforderlich. Da die Nebenanlagen 1984 nicht hergestellt worden sind, wurden die Anlieger seinerzeit nur für den Fahrbahnbereich veranlagt. Der Ausbau des Gehwegs würde Anliegerbeiträge in Höhe von 90 Prozent bedeuten.

Die Stadt gibt folgenden Hinweis: Bei einem Ausbau der Teile eins und zwei zu einer 7,50 Meter breiten Verkehrsmischfläche – wie im dritten Teil 3 geplant – wären zur Geschwindigkeitsreduzierung Einengungen durch Bauminseln oder Baumtore einzuplanen.


Wie geht's anschließend weiter? Nach der Vorberatung im Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung folgt eine Entscheidung im Verwaltungsausschuss, der am 15. Februar in nicht-öffentlicher Sitzung tagt.

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