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Die neue Kita in Steinfeld kostet voraussichtlich circa 4,5 Millionen Euro

Der Entschluss, einen Neubau mit sechs statt vier Gruppen zu errichten, wirkt sich finanziell aus. Die Arbeiten für die neue Einrichtung sollen im Sommer dieses Jahres starten.

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Neue Variante mit einem gestaffelten Pultdach: Die neue Kindertagesstätte entsteht am Schemder Weg/Ecke Schemder Höhe. Das Gebäude soll Platz für sechs Gruppen bieten. Visualisierung: Bramlage Schwerter Architekten

Neue Variante mit einem gestaffelten Pultdach: Die neue Kindertagesstätte entsteht am Schemder Weg/Ecke Schemder Höhe. Das Gebäude soll Platz für sechs Gruppen bieten. Visualisierung: Bramlage Schwerter Architekten

Die Gemeinde Steinfeld muss bei den Planungen für den Bau einer neuen Kindertagesstätte finanziell aufstocken. Laut einer aktuellen Kalkulation des Büros "Bramlage Schwerter Architekten" aus Vechta schlägt das am Schemder Weg/Ecke Schemder Höhe geplante Gebäude – der Standort ist fix, nachdem der Rat einen UWG/SPD-Vorschlag abgelehnt hat – voraussichtlich mit circa 4,5 Millionen Euro zu Buche. Bisher hatte die Gemeinde mit einer Investition von 3,5 bis 3,7 Millionen Euro gerechnet.

Der Kostenanstieg resultiert aus dem Entschluss, den Neubau sofort auf sechs Gruppen auszulegen, statt zunächst eine viergruppige Einrichtung mit Erweiterungsoption zu errichten. Die CDU-Fraktion hatte dies angesichts wahrscheinlich weiter steigender Baukosten angeregt. Während der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch befürworteten dessen Mitglieder einmütig diese Überlegung.

Die Planerinnen Michaela Schwerter und Ilka Feldhaus stellten nochmals die ersten Entwürfe für den Neubau im Süden der Gemeinde vor, der im Sommer 2024 den Betrieb aufnehmen soll. Sie präsentierten dabei unter anderem eine neue Variante des zweigeschossigen Gebäudes mit gestaffeltem Pultdach anstelle eines Flachdaches. "Diese Version ist ganz, ganz frisch", sagte Schwerter. Erst am Mittwochmittag hatte die Politik die aktualisierte Präsentation bekommen, die auch die neue Kostenschätzung enthielt.

Neue Einrichtung soll energieautark sein

Die Pultdach-Variante stieß auf positive Resonanz. Kurz debattierte das Gremium über die geplante Innentreppe mit Galerie und Rutsche, die laut Feldhaus theoretisch verzichtbar wäre, architektonisch jedoch den "Marktplatz des Hauses" bilden und einen "kindgerechten, freundlichen und einladenden Eindruck" vermitteln würde. Letztlich positionierte sich der Rat klar für die Innentreppe.

Die neue Kindertagesstätte soll mit einer Erdwärmeheizung ausgestattet werden. Dazu sind 14 Tiefenbohrungen notwendig. In Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Energiespeicher könnte der Neubau energieautark werden, wie Schwerter ausführte. Die Diplom-Ingenieurin sagte, dass damit möglicherweise eine KfW-Förderung möglich wäre. Man müsse aber die neue Förderkulisse abwarten.

Eine Rückansicht der neuen Kindertagesstätte. Visualisierung: Bramlage Schwerter ArchitektenEine Rückansicht der neuen Kindertagesstätte. Visualisierung: Bramlage Schwerter Architekten

Angesichts des Kostenanstiegs merkte Frank Pille (CDU) an, dass er noch Gesprächsbedarf sehe. Bürgermeisterin Manuela Honkomp appellierte an den Rat, sich jetzt zu entscheiden, um das Vorhaben nicht weiter zu verzögern. Auch Heinrich Luhr (UWG/SPD-Gruppe) meinte: "Wir sollten das Notwendige beschließen."

Hubert Pille (CDU) beurteilte die Lage ähnlich wie sein Mühler Parteikollege. Er wünschte sich eine Einschätzung zur Finanzierbarkeit durch den Kämmerer Marcel Ruwe und stellte den Antrag, das Thema in die Fraktionen zu verweisen. Ende April/Anfang Mai könnte der Rat dann in einer Sondersitzung das Projekt auf den Weg bringen. 

Peter Harpenau (CDU) positionierte sich für eine sofortige Entscheidung. "Wir müssen mutig sein und vorankommen." Er erinnerte daran, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren bei einigen Projekten nachfinanzieren musste, weil die Baukosten gestiegen waren. Auch Thomas Meyer (CDU) und Melanie Schockemöhle (UWG/SPD-Gruppe) drängten auf einen Beschluss.

So lehnte der Rat dann auch Hubert Pilles Antrag ab und einigte sich darauf, dass das Architekturbüro zügig einen prüffähigen Bauantrag beim Landkreis Vechta stellt.

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