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Die Lage im Iran: Appelle helfen leider nicht

Thema: Kampf im Iran gegen das Regime – Traurig, aber wahr: Die Kritik am Vorgehen des iranischen Machthabers wird die Mullahs kaum beeindrucken. Was kann die Weltgemeinschaft tun?

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Es ist traurig, aber leider ist es wahr: Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen kann die iranischen Machthaber wegen des Niederknüppelns der für die Freiheit zu Tausenden auf die Straße gehenden Frauen und Männer noch so sehr kritisieren, letztlich werden die Mullahs und ihre Schergen sich davon nicht beeindrucken lassen.

Und natürlich hat die bundesdeutsche Außenministerin Annalena Baerbock auch Recht, wenn sie unmissverständlich klarstellt, die Welt dürfe den Verbrechen des Regimes nicht tatenlos zusehen. Nur: Was soll die Welt, die im Übrigen gewiss nicht so geschlossen hinter den Demonstranten im Iran steht, wie es wünschenswert wäre, denn tun? Sanktionen dürften auf kurze und mittlere Sicht nicht ausreichen. Ein militärischer Schlag gegen Iran? Der wäre durch nichts gerechtfertigt.

Wie Rufe in der Wüste

Appelle wie die des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, an die Mullahs, die Gewalt umgehend zu unterbinden, dürften verhallen wie Rufe in der Wüste. Denn die Mullahs haben gar kein Interesse daran. Die Gewalt dürfte nämlich ihr letztes Mittel sein, den Sturz ihres auf Tyrannei gestützten Regimes zu verhindern und anschließend zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Letztlich können sich die für ihre Freiheit kämpfenden Iranerinnen und Iraner nur selbst helfen. Nur wenn es ihnen gelingt, dem Regime noch lange Zeit erfolgreich zu trotzen und immer mehr Bürger des Landes auf ihre Seite zu ziehen, wird das Mullah-Regime stürzen.

Es gibt dafür ein Vorbild in der jüngeren Geschichte: der Sturz des SED-Regimes in der DDR durch die Bürger.

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