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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Thema: Die Philippinen und Südkorea haben gewählt – Während in dem einen asiatischen Land die Symbiose des Grauens droht, gibt es anderswo etwas Zuversicht.

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Besonnenheit, Vertrauen, Kompetenz, Weitsicht, kühler Kopf, analytische Fähigkeiten: Das sind nur einige Eigenschaften, die jedem Staatenlenker in weltpolitisch schweren Zeiten gut zu Gesicht stehen.

Nebenbei gilt das natürlich auch für die Staatenlenkerinnen. Aber bei ihnen müssen diese starken Merkmale gar nicht erst abgerufen oder sehnlichst erwünscht werden, weil sie zumeist bereits hervorstechen. Im Gegensatz zu den Bolsonaros, Lukaschenkos, Orbans, Erdogans, Dutertes, Assads, bin Salmans, Jong-uns, Jinpings und Putins dieser Welt. Sie alle schränken Freiheiten und Menschenrechte ein, hebeln die Gewaltenteilung aus, sind vereint im Terror gegen aufrechte demokratische Kräfte und führen zum Teil Krieg, mitunter sogar im eigenen Land.

Das Schlimme: Mancherorts kann es noch schlimmer werden, als es ohnehin schon war. Beispiel Philippinen: Das Land kommt seit Jahren regelmäßig vom Regen in die Traufe. Jetzt scheint sich diese Abwärtsspirale noch einmal rasant nach unten zu drehen.

Kleiner Lichtblick in Südkorea

Denn: Das vom aktuellen Präsidenten Rorigo Duterte, der Tausende Menschen von Todeskommandos ermorden ließ, ohnehin schon gebeutelte Land, hat nun ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Nach ersten Auszählungen liegt der Sohn des einstigen Diktators Ferdinand Marcos vorne, während dessen Wirkungszeit (1965 bis 1986) Mord, Folter und Plünderung allgegenwärtig waren. Vizepräsidentin wird wahrscheinlich eine Duterte-Tochter. Es droht die Symbiose des Grauens.

Es gibt aber auch kleine Lichtblicke: In Südkorea könnte sich die von Skepsis begleitete Wahl des Hardliners Yoon Suk Yeol zum neuen Präsidenten doch noch als Chance für die Verständigung entpuppen. Bei seiner Amtseinführung versprach er – entgegen vorheriger Ankündigungen, große Wirtschaftshilfen für Nordkorea, falls der Nachbar atomar abrüstet. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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