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Die Fußball-WM, Ungarn und die Konsequenz der EU

Thema: EU-Parlament zur WM und Ungarn – Zwei Krisenherde, eine gemeinsame Haltung: Wer nicht nach den Regeln spielt, wird sanktioniert. Bei Ungarn klappt das, aber was ist mit der FIFA?

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Die EU macht Ernst bei Ungarn. Endlich. Wer Teil der Europäischen Union sein will, muss sich an Vereinbarungen halten. Ist das nicht der Fall, müssen EU-Fördergelder eingefroren werden.

Das Prinzip hat schon in Polen funktioniert. Dort sollte die Justiz reformiert werden – bislang ohne nennenswerte Erfolge. Und daher auch ohne Zuschüsse aus dem Corona-Hilfsfonds. So gehen Sanktionen.

Orbans Regime darf kein Geld bekommen

Die EU muss mit Blick auf Ungarn nun konsequent bleiben. Dort herrschen nämlich noch gravierendere Missstände: Neben Korruption und Vetternwirtschaft dominiert der autoritäre Regierungsstil Viktor Orbans, und damit weniger Rechtsstaat und Medienfreiheit das Geschäft. Orban hofiert obendrein Kriegstreiber Wladimir Putin und lässt EU-Mittel an Freunde auszahlen.

Wenn die Europäische Union mit dem Milliarden-Darlehen für die Ukraine und den gemeinsamen europäischen Gedanken glaubwürdig bleiben möchte, darf Ungarn kein Geld mehr kriegen.

Wie hoch ist der Preis für Menschenrechte?

Umgekehrt hätte das Geld aus Katar von der FIFA nicht angenommen werden dürfen. Menschenrechtlich gesehen ist die Großveranstaltung eine einzige Katastrophe. Durch die geforderten Reformen hat sich die Situation für Gastarbeiter (tausende Tote) keineswegs verbessert. Vielmehr stehen Folter und Misshandlung sowie die Kriminalisierung von Homosexualität auf der Tagesordnung – alles mitfinanziert durch deutsche und europäische Firmen. Wer dann behauptet, Menschenrechte würden überall gelten, der muss sich schlussendlich die Frage stellen, wie hoch ihr Preis ist. Er sollte unbezahlbar sein.

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