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Die Entschlossenheit fehlt

Thema: "Omikron" setzt die Politik unter Druck – Die Politik hinkt im Kampf gegen Corona stets viel zu viele Schritte hinterher. Das gilt auch für die Ampel.

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Neue Bundesregierung, alte Fehler: Das ist die Situation bei der Bekämpfung der Pandemie. Trotz der rasanten Ausbreitung der aggressiven Corona-Variante „Omikron“ lässt die Ampel die notwendige Schnelligkeit und Entschlossenheit vermissen.

Dass beides erforderlich ist, um den Schutz der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten, steht allerdings seit dem Beginn der Corona-Heimsuchung vor nahezu zwei Jahren fest. Je zögerlicher und inkonsequenter das Handeln ist, desto länger grassiert das Virus – in diversen Ausprägungen. Es droht eine Endlosspirale.

Das Verhalten der Exekutive am Anfang ist entscheidend dafür, wie lange es Einschränkungen geben muss, die der Wirtschaft, der Bildung und dem sozialen Leben so sehr schaden. Je drastischer die Maßnahmen zu Beginn eines Virus-Aufkommens sind, desto eher besteht die Chance, den Erreger einzudämmen – und früher Normalität zurückzugewinnen.

Andere Staaten haben ausreichend Daten vorliegen

Doch die Politik hinkt stets viel zu viele Schritte hinterher. Das beste Beispiel: Eine allgemeine Impfpflicht gibt es immer noch nicht. Nun hat sich „Omikron“ herausgebildet, bedroht sogar Geimpfte und Genesene.

Der neue Expertenrat der Bundesregierung empfiehlt verschärfte Kontaktbeschränkungen. Dieses Fazit wäre schon früher möglich gewesen. Andere Staaten hatten bereits ausreichend Daten vorliegen.

Hierzulande aber spricht Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit dramatischen Worten von einer fünften Welle, schließt einen harten Lockdown zugleich aus – bevor sein Expertenzirkel sich geäußert hat. Anhaltende Verwirrung statt zügiger Klarheit: So ist das Virus nicht zu besiegen.

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