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Die Digitalisierung an den Dinklager Schulen stockt

Die Lieferungen von iPads und interaktiven Tafeln werden sich zum Teil erheblich verzögern. Gute Nachrichten in der Ausschusssitzung gab es indes für die Grundschulen und den Tennisclub.

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Interaktive Tafeln im Unterricht einsetzen – das wollen auch die Pädagogen an den Dinklager Schulen. Doch die Lieferung von 55 Interaktiven Tafeln stockt. Foto: dpa

Interaktive Tafeln im Unterricht einsetzen – das wollen auch die Pädagogen an den Dinklager Schulen. Doch die Lieferung von 55 Interaktiven Tafeln stockt. Foto: dpa

Deutlicher Dämpfer für die weitere Digitalisierung an Dinklages Schulen: Sowohl die Lieferung der bestellten iPads für Lehrerinnen und Lehrer an den drei Dinklager Schulen als auch die Anschaffung interaktiver Tafeln werden sich zum Teil erheblich verzögern. Das teilte der Leiter des Haupt-, Personal- und Schulamtes der Stadt Dinklage, Alfons Echtermann, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Digitalisierung (SKSD) mit. 

„Bereits im September 2021 fand die Ausschreibung von insgesamt 120 iPads für die Lehrerinnen und Lehrer an den Dinklager Schulen statt“, erinnerte Echtermann. Sechs Angebote seien eingegangen. Ende Oktober sei der Auftrag erteilt worden. Für die Grundschule Höner Mark seien 25 Geräte, für die Kardinal-von-Galen-Schule 27 Geräte und 68 Geräte für die Oberschule bestellt worden. „Die beauftragte Firma hat ihre Lieferfrist von 12 Wochen nicht einhalten können.“ Er hoffe auf Ende März. Erwartet habe er eine solche Verzögerung nicht.

Eine „neue Ausschreibung“ werde nach den Worten Echtermanns für die Anschaffung von 55 interaktiven Tafeln für die Kardinal-von-Galen-Schule und die Oberschule nötig sein. Die Ausschreibung habe der Landkreis Vechta vorgenommen. Allerdings hätten bei den Angeboten Angaben gefehlt. Sie hätten nicht gewertet werden können. Nun verzögere sich alles um „6 bis 8 Wochen“.


Stadt Dinklage übernimmt Kosten für FSJler

Gute Nachrichten für die beiden Dinklager Grundschulen Höner Mark und Kardinal-von-Galen: Die Stadt wird die Kosten in Höhe von 15.000 Euro für die Einstellung von jeweils einem „FSJler“ für das kommende  Schuljahr 2022/23 übernehmen. Dieses einstimmige Votum gab jetzt der Schulausschuss. Das Ja des Verwaltungsausschusses scheint damit nur noch eine Formsache.

Neben einem „Taschengeld“ für die „FSJler“ sind in diesem Gesamtbetrag auch die Kosten für anfallende Seminare und das Rahmenprogramm durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) enthalten. Zwischen dem DRK und der Stadt werde eine entsprechende Vereinbarung geschlossen.

Sowohl die Schulleiterin der Grundschule Höner Mark, Hildegard Herms-Westendorf, als auch ihre Kollegin an der Kardinal-von-Galen-Schule, Rektorin Christine Stottmann, hatten den Ausschussmitgliedern zuvor den „enorm gestiegenen Betreuungsbedarf durch Pandemie und Ganztag“ dargelegt. „Die FSJler werden von der ersten bis achten Stunde“ benötigt werden, so die Schulleiterinnen.


Tennisclub erhält Zuschuss für Baußmaßnahme

Über einen Zuschuss von 8250 Euro wird sich vermutlich der Tennisclub Dinklage (TCD) freuen dürfen. Die Summe hat der Ausschuss mit Mehrheit empfohlen. Der TCD möchte einen neuen Unterstand bauen, da der alte verwittert ist. Die Gesamtkosten bezifferte der Verein mit 15.000 Euro. Mehrere Vereinsmitglieder hätten sich zudem bereit erklärt, bei dem Projekt zu helfen, erläuterte Echtermann. Ursprünglich waren vom Tennisverein 5000 Euro gewünscht worden. CDU-Ratsfrau Sigrid Seelhorst lobte jedoch die „hervorragende Jugendarbeit“ des Vereins und stellte einen Antrag auf Erhöhung des Zuschusses.

Der TCD hat nach eigenen Angaben  mehr als 500 Mitglieder, davon sind 120 Kinder und Jugendliche. Der Verein stellt seine Tennisanlage  dem Kardinal-von-Galen-Haus in Verbindung mit „Dinklusiv“ für den regelmäßigen Schulsport zur Verfügung.


Wie ist die Corona-Lage an den Dinklager Schulen?

Am Sitzungstag des Schulausschusses, dem 14. Februar, waren an der Grundschule Höner Mark 18 Schüler in Quarantäne, an der Kardinal-von-Galen-Schule waren es zwölf. Stefan Fiebig, Schulleiter der Oberschule, berichtete von aktuell 30 in Quarantäne befindlichen Schülern sowie vier Lehrpersonen. „Letzte Woche hatten wir mit 14 erkrankten Kollegen an einem Tag einen enormen Engpass, so dass eine Klasse einen Tag lang zu Hause gelassen werden musste“, führte Fiebig aus. 


Klaus Hünteler neues Ausschussmitglied

Neu im Ausschuss begrüßen konnte Bürgermeister Carl Heinz Putthoff Klaus Hünteler als stimmberechtigtes Mitglied. Hünteler ist neu gewählter erster Vorsitzender des Stadtelternrates. Er ist nach eigenen Angaben beruflich als Unternehmer in der Veranstaltungstechnik tätig, hat drei Kinder, von denen zwei die Grundschule Höner Mark im ersten und dritten Schuljahr besuchen, und lebt seit 15 Jahren in Dinklage.

Unter den Zuhörern der Ausschusssitzung waren Laurenz Tepe (13) und Kevin Meier (15). Beide Schüler gehören der Arbeitsgruppe Kultur, Freizeit und Sport und dem Jugendparlament der Stadt Dinklage an.

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