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Die angekündigten Mittel helfen nur kurzfristig

Thema: Finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser – Gesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt 8 Milliarden Euro als Ausgleich für Inflation und Energiekosten an. Dabei kneift es an anderen Stellen.

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Die Krankenhäuser werden sich freuen, wohl aber auch nur kurz: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat aufgrund der Inflation und gestiegener Energiekosten eine Finanzspritze in Höhe von 8 Milliarden Euro für Kliniken angekündigt.

Der SPD-Mann verkündete die frohe Botschaft wieder einmal im Talk mit Markus Lanz, Details wurden dabei (noch) nicht genannt. Doch diese sind zwingend notwendig für die Krankenhäuser, zuletzt blieben die Ankündigungen der Ampel-Koalition zu oft und zu lange sehr vage. Den Einrichtungen läuft gleichzeitig die Zeit davon, so sind beispielsweise die Kosten bei den Lieferanten nicht erst seit gestern angestiegen.

Immer wieder wird seitens der Politik mit nicht greifbaren Zahlen jongliert, der 200-Milliarden-Rettungsschirm soll im nächsten Jahr ausgebreitet werden. Welche Gelder aber wirklich wann und wohin fließen? Alles noch offen.

"Schon seit geraumer Zeit fordern die Verantwortlichen die Wiederaufnahme eines Rettungsschirmes, den Lauterbach in diesem Jahr hat auslaufen lassen."Oliver Hermes

Dabei benötigen die Kliniken Planungssicherheit. Schon seit geraumer Zeit fordern die Verantwortlichen die Wiederaufnahme eines Rettungsschirmes, den Lauterbach in diesem Jahr hat auslaufen lassen. Aufgrund der Corona-Pandemie fallen immer wieder Mitarbeiter aus, was sich auf die Versorgungskapazitäten auswirkt. Die Häuser sind allerdings auf Vollauslastung angewiesen, sofern nicht eine staatliche Kompensation erfolgt. Werden weniger Patienten behandelt, gibt es auch weniger Geld.

Kurzfristig stopfen die 8 Milliarden Euro zwar akute finanzielle Löcher, langfristig wird der wirtschaftliche Druck auf die Häuser aber nicht abnehmen. Auch hier ist der Gesundheitsminister gefordert.

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