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Die Ampel muss in der Familien- und Bildungspolitik viel nachbessern

Thema: Laut einer Umfrage unter Eltern sagen 75 Prozent, dass Deutschland kein kinderfreundliches Land sei. Die Studie im Auftrag der CDU/CSU-Fraktion soll den Druck auf die Ampel erhöhen – zu Recht.

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Die Zahl ist alarmierend: In einer repräsentativen Umfrage unter Eltern sagen 75 Prozent, dass Deutschland kein kinderfreundliches Land sei. Deutlicher kann ein Auftrag an die Politik nicht lauten, Verbesserungen herbeizuführen.

Die Studie mit dem Ziel, „ein aktuelles Stimmungsbild aus deutschen Familien“ aufzuzeigen, war von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben worden. Der Familien-Monitor hat – wegen absehbarer negativer Ergebnisse – auch den Sinn, der Regierungskoalition ein schlechtes Zeugnis in der Familienpolitik auszustellen.

In der Umfrage entlädt sich wohl auch noch viel Corona-Frust

Die Union ist dabei freilich das Risiko eingegangen, dass die Resultate ebenso auf sie zurückfallen. Denn: CDU und CSU haben zuvor mit der SPD regiert. Und Deutschland ist wohl kaum innerhalb eines Jahres (so lange ist die Ampel im Amt) zu einem Land mutiert, das den Befragten nicht mehr als kinderfreundlich gilt. Es dürfte zudem noch viel Frust aus der Corona-Zeit bei den Eltern vorhanden sein, der sich in der Befragung entlädt.

Die Studie ist dennoch ein sehr geeignetes Mittel, um den Druck auf die Ampel zu erhöhen. Sie verschafft Klarheit zur Befindlichkeit der Familien, zu ihren größten Sorgen.

Es geht um die Zukunft

Dass die steigenden Kosten vorneweg genannt werden, überrascht nicht. Hier aber hat die Regierung – allerdings spät – einiges auf den Weg gebracht. Sie muss aber ein Einsehen haben, dass viel Nachbesserungsbedarf besteht, auch in der Bildung.

Wenn stattdessen Rückschritte wie bei den Sprachkitas eingeleitet werden, ist die Ampel auf dem falschen Weg. Und fest steht: In der Familien- und Bildungspolitik geht es ganz besonders um die Zukunft.

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