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Deutschland muss seinen neuen Platz in der Welt finden

Thema: Baerbock in Indien und Habeck in Namibia – Pandemie und Krieg haben die Weltordnung durcheinander gebracht. Die Bundesrepublik muss sich mit neuen Partnern breiter aufstellen.

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Die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine haben die alte Weltordnung ins Wanken gebracht. Chinas eigene Interessen werden immer offensichtlicher. Russland führt indirekt Krieg gegen den ganzen Westen. Und die USA schotten zunehmend ihren Wirtschaftsraum ab.

Deutschland kann sich nicht mehr auf seine alten Partner verlassen und muss sich künftig breiter aufstellen. Die Ampel-Regierung hat das erkannt. Sie sucht neue Partnerschaften mit Schwellen- und Entwicklungsländern.

Die Bundesrepublik hat diese Regionen viel zu lange nicht ernst genommen – und muss sich jetzt beeilen. Denn egal, wo jetzt deutsche Minister landen, ist China längst da und versucht sich Rohstoffe und Einfluss zu sichern. Die Führung in Peking hat dabei einen Vorteil: Sie muss sich nicht wegen Kolonial-Verbrechen rechtfertigen. Deshalb tut Wirtschaftsminister Robert Habeck jetzt auf Energie-Partner-Suche in Namibia gut daran, offensiv an die blutige deutsche Geschichte in dem Land zu erinnern und um Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu werben.

Auch in Indien hat China den Fuß längst in der Tür. Indien ist ein begehrter Partner, und ein riesiger Markt, der sich seiner Macht immer bewusster wird. Annalena Baerbock versucht hier mit ihrer Reise, die Beziehungen zu vertiefen. Deutschland hat hier zu viel Zeit vertan. Aber das grüne Kern-Thema Klimaschutz könnte in Indien verfangen: Das Land will raus aus seiner Energie-Abhängigkeit und leidet massiv unter Klimawandel-Folgen. Indien wäre ein mächtiger Verbündeter für Deutschland.

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