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Deshalb ist der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz in Molbergen nicht gesichert

Es fehlen die Plätze: Die Gemeinde braucht einen neuen Kindergarten, sagt Dr. Sebastian Vaske, Fraktionsvorsitzender der CDU. Auch die Kita in Peheim müsse erweitert werden.

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Symbolfoto: dpa

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„Wir brauchen einen neuen Kindergarten, obwohl der letzte gefühlt erst gerade eingeweiht ist“, beschrieb der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Gemeinde Molbergen, Dr. Sebastian Vaske, in der jüngsten Mitgliederversammlung der Partei die Situation in den Kindergärten der Kommune.

Auch die Kita in Peheim müsse erweitert werden. „Zum neuen Kindergartenjahr können wir nicht allen Kindern der Gemeinde den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erfüllen“, betont Vaske.

Der Kindergarten „Die Arche“, die 4. Einrichtung dieser Art in der Kommune, wurde gerade erst im Oktober 2019 eingeweiht. Doch schon wieder fehlen Kita-Plätze. „Ein Grund ist der starke Bauboom in der Gemeinde. Sowohl nach Molbergen als auch Peheim sind viele junge Familien gezogen. Außerdem nehmen viel mehr jüngere Molberger Eltern nun einen Kita-Platz in Anspruch“, hatte Dr. Vaske analysiert.

Hohe Kinderzahl mache sich auch in der Grundschule bemerkbar

Ein neuer Platz ist bereits gefunden. Der 5. Kindergarten wird am Moorweg entstehen. Die Trägerschaft übernimmt die evangelische Kirche. „Das fördert die kulturelle Vielfalt“, so der Fraktionsvorsitzende, der die laufenden Kosten der Kindergärten für die Kommune mit 1,5 Millionen Euro bezifferte. „Im Sommer werden wir mit Zwischenlösungen arbeiten müssen.“

Die hohe Kinderzahl mache sich natürlich auch in der Grundschule bemerkbar. Sie sei in fast allen Jahrgängen 6-zügig und damit eine der größten Grundschulen Niedersachsens. Hier sei ein Anbau zur Dwergter Straße hin geplant.

Erweiterungsbau der Anne-Frank-Oberschule sei deutlich teurer geworden

Der in diesen Tagen eingeweihte Erweiterungsbau der Anne-Frank-Oberschule sei deutlich teurer geworden als geplant. Von den 5,4 Millionen Euro habe die Kommune einen Eigenanteil von rund 3,4 Millionen Euro zu tragen. Die Kosten für den Neubau der Feuerwehr – er befinde sich auf der Zielgeraden – sei mit 3,1 Millionen Euro um 500.000 Euro teurer geworden als kalkuliert gewesen sei. 2024 brauche die Feuerwehr zudem ein neues Fahrzeug. Hierbei spreche man erneut über eine Summe von rasund 500.000 Euro.

Für einen Neubau des Rathauses sei inzwischen ein Prüfauftrag vergeben worden. Man wolle alle Möglichkeiten ausloten. Denn Molbergen habe wohl das schlechteste Rathaus in Südoldenburg, so Vaske.

„In diesem Jahr werden wir uns annähernd mit 10 Millionen Euro verschulden. Wenn wir alle Wünsche erfüllen, landen wir bei 18 bis 19 Millionen Euro“Dr. Sebastian Vaske

Man wolle und müsse weiter in Gewerbeflächen investieren und den privaten Wohnungsbau maßvoll voranbringen. Auch die kommunalen Wege und Straßen müsste die Gemeinde im Auge behalten. So sollen die Ecke Moorhook/ Kuhmoor/Grönheimer Straße und die Straße Hinter dem Dweracker bis zur Grundschule wohl 2023 ausgebaut werden.

„In diesem Jahr werden wir uns annähernd mit 10 Millionen Euro verschulden. Wenn wir alle Wünsche erfüllen, landen wir bei 18 bis 19 Millionen Euro“, berechnete Vaske. So schloss er für 2023 eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer nicht aus.

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