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Der Weg für Hauptschul-Neubau ist fast frei

Es dürfte ein wichtiger Schritt für die Vorhaben im Bereich der Schützenstraße und der Straße Nordhofe sein. Der Dammer Planungsausschuss votierte für die Änderung des Bebauungsplans "Schulzentrum".

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Die Sporthalle des Gymnasiums Damme: Wenn die neue Halle steht, soll der Altbau von der Carnevalsgesellschaft von 1614 zu einer Veranstaltungshalle umgebaut werden. Foto: E.Wenzel

Die Sporthalle des Gymnasiums Damme: Wenn die neue Halle steht, soll der Altbau von der Carnevalsgesellschaft von 1614 zu einer Veranstaltungshalle umgebaut werden. Foto: E.Wenzel

Das Verfahren um den für die Stadt Damme, aber auch den Landkreis Vechta wichtigen Bebauungsplan "Schulzentrum" steht kurz vor dem Abschluss. Der Ausschuss für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat bei seiner Sitzung am Donnerstag im Rathaus unter der Leitung seiner neuen Vorsitzenden Christina Hoffmann (CDU) für die erste Änderung des Planes gestimmt. Wenn der Stadtrat sich dem Votum anschließt, kann der Bebauungsplan als Satzung in Kraft treten. 

Neue Fassung beinhaltet zwei wesentlich Änderungen

Es gab nach Angaben Klaus Hannekens vom städtischen Planungsamt zwei wesentliche Änderungen gegenüber der ursprünglich verabschiedeten Fassung. Zum einen wollte der Landkreis festgeschrieben haben, dass das neue Hauptschulgebäude vier- und nicht nur dreigeschossig wird, zum anderen verschiebt sich aus geländetopografischen Gründen die Baufläche für die neue Sporthalle des Gymnasiums um einige Meter. Schließlich sind die Stellplätze für die Sporthalle nun entlang der Straße Nordhofe angelegt und nicht mehr unter den Bäumen bei den Hallen.

Geplante Veranstaltungshalle sorgt weiter für Unmut 

Satzungskraft hat der geänderte Bebauungsplan unmittelbar nach seiner Veröffentlichung. Dann könnten theoretisch sowohl die Arbeiten am neuen Hauptschulgebäude – Bauherrin ist die Stadt – neben der Realschule als auch an der Sporthalle, die der Landkreis errichten wird, sofort starten. Nach der Fertigstellung der neuen Halle möchte die Carnevalsgesellschaft von 1614 die jetzige Gymnasium-Sporthalle neben dem Hallenbad zu einer Veranstaltungshalle umbauen.     

Gegen dieses Vorhaben hatten Anlieger der Straße Nordhofe im Zuge des sogenannten Beteiligungsverfahrens, bei dem sich Träger der öffentlichen Belange wie Behörden und Bürger zu dem Vorhaben äußern konnten, erneut erhebliche Vorbehalte geäußert. Sie befürchten bei carnevalistischen und anderen Veranstaltungen in der umgenutzten Halle eine erhebliche Lärmbelastung unter anderem durch den An- und Abreiseverkehr.

Zudem bezweifeln sie, dass das vom Rat beschlossene Park- und Verkehrskonzept bei Veranstaltungen mit der Sperrung der Straße Nordhofe für Kraftfahrzeuge eingehalten werden kann. In der Stellungnahme heißt es weiter: "Die Stadt Damme mag die vorstehend aufgezeigten Einwendungen und Bedenken sorgsam abwägen, um ein ansonsten vorgezeichnetes Normenkontrollverfahren zu vermeiden." Im Falle eines solchen Verfahrens müsste das Oberverwaltungsgericht Lüneburg sich mit der Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes befassen.

Friemerding hält Anwohner-Bedenken für unbegründet

Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion erklärte zu den Bedenken: Seit dem Jahr 2000 fänden die Veranstaltungen der Carnevalsgesellschaft in der Pausenhalle des Gymnasiums statt. In keinem Jahr  sei es auf der Straße Nordhofe deswegen zu erhöhten Fahrzeugzahlen gekommen, weil die Stellplätze für die Autos der Besucher im Bereich der Schützenstraße ausgewiesen seien und sich der Einlass ebenfalls an der Seite zur Schützenstraße hin befinde.

Klaus Hanneken erklärte, die Einwendungen der Anlieger spielten in diesem Verfahren keine Rolle mehr, da der Rat sie bereits abgewogen habe. Die nun vorgesehenen Änderungen hätten keine Auswirkung auf die Lärmimmissionen.

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