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Der Jugendausschuss der Stadt Vechta beschließt Streetwork und Spieleanhänger

8 Tagesordnungspunkte, 5 Beschlüsse und knapp 3 Stunden Dauer standen am Ende der Sitzung des Gremiums. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Verwaltungsausschuss.

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Der Ausschuss für Jugend und Sport diskutierte knapp 3 Stunden über die Themen auf der Tagesordnung. Foto: Archiv/OM-Online

Der Ausschuss für Jugend und Sport diskutierte knapp 3 Stunden über die Themen auf der Tagesordnung. Foto: Archiv/OM-Online

Der Ausschuss Jugend und Sport der Stadt Vechta hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Spieleanhänger für das Gulfhaus anzuschaffen, die Kooperation mit dem Jugendkulturverein Oldenburger Münsterland (JKVOM) fortzuführen, einen externen Träger für die mobile Jugendarbeit zu engagieren sowie die Umstellung der Flutlichtanlage des BW Langförden auf LED für die Plätze 2, 3 und 4 finanziell zu unterstützen. Eine finanzielle Förderung des Golfclubs Vechta-Welpe wurde abgelehnt. Neben diesen Entscheidungen gab Sebastian Krause einen Rück- und Ausblick auf die Arbeit des Gulfhauses und die Stadtverwaltung berichtete über die Baumaßnahmen der Sportstätten „Oyther Berg“ und „Stadion am Bergkeller“.

Spieleanhänger für das Gulfhaus

Die SPD hatte den Antrag gestellt, das Gulfhaus mit einem Spieleanhänger auszustatten. Damit könne die Einrichtung Kontakt zu Kindern und Jugendlichen in den einzelnen Stadtteilen suchen und Vereine könnten sich den Anhänger für unterschiedliche Veranstaltungen ausleihen. Etwa 12.500 Euro würde eine solche Anschaffung kosten. Elke Lübbe (CDU) wollte wissen, wie hoch die Kosten des Ausleihens seien und ob das Gulfhaus damit in Konkurrenz zu privaten Anbieter trete. Simon Kalkhoff (SPD) sagte, es solle ein kostenloses Angebot sein. Sandra Sollmann, Erste Stadträtin, präzisierte, dass eine Vermietung an Privatpersonen nicht stattfinden solle und so ein Wettbewerb mit Privatanbietern nicht stattfinde. Zielgruppe seien unter anderem Vereine, Kitas, Schulen oder soziale Einrichtungen.

Kooperation mit dem Jugendkulturverein verlängert

Die zum 31. Dezember 2022 endende Zusammenarbeit mit dem JKVOM wurde einstimmig um 5 Jahre verlängert. Die Kosten belaufen sich auf rund 34.000 Euro pro Jahr und den Ausgleich eines etwaigen Defizits aus den Veranstaltungen bis zu einem Betrag von jährlich 10.000 Euro. Sebastian Ramnitz (SPD) und Ilka Middelbeck (Grüne) lobten die Arbeit des Vereins und befürworteten eine Fortführung der Zusammenarbeit. Elke Lübbe (CDU) wollte wissen, warum die bislang auf 2 Jahre ausgelegte Kooperation nun auf 5 Jahre ausgedehnt werde. Holger Meyer wies in diesem Zusammenhang auf die Vorlaufzeit bei Kulturveranstaltungen hin. Künstler müssten teilweise ein Jahr im Voraus gebucht werden.

Mobile Jugendarbeit in Vechta

Beide oben genannten Beschlussvorlagen wurden einstimmig angenommen. Genau wie die Aufnahme einer mobilen Jugendarbeit, nachdem ein Antrag von Felix Wehry (CDU), das Thema zurück in die Fraktionen zu verweisen, keine Mehrheit fand. Die CDU stimmte geschlossen dafür, die restlichen Ausschussmitglieder dagegen. Ziel der mobilen Jugendarbeit soll es sein, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, die mitunter einen hohen Hilfe- und Unterstützungsbedarf haben, in ihren Sozialräumen abzuholen. Bislang erreiche die Arbeit des Gulfhauses diese Klientel nicht. Die Kostenschätzung für diese 3-jährige Maßnahme belaufen sich auf 145.000 Euro pro Jahr. „Dies ist eine Arbeit, die Vorkenntnisse und Kompetenzen erfordert“, sagte Sebastian Krause über die zwei einzusetzenden Streetworker. Elke Lübbe (CDU) und Boris Büssing (CDU) hakten bei den Kosten nach. Sebastian Ramnitz (SPD), Frank Hölzen (WFV) und Michael Moormann (CDU) sprachen sich für den Antrag aus.

Förderung des SV Blau-Weiß Langförden

Zügig wurde die finanzielle Förderung SV Blau-Weiß Langförden bewilligt. Elke Lübbe (CDU), Sylvia Borchardt (SPD) und Frank Hölzen (WFV) sprachen sich für den Antrag aus und verwiesen darauf, dass der Verein über Jahre extrem viel in Eigenleistung erbracht habe. Die Kosten für die Umrüstung belaufen sich derzeit auf etwa 123.000 Euro. Anträge beim Bund sowie Land Niedersachsen seien gestellt. Hierbei sind Förderungen in Höhe von 35 Prozent (Bund) beziehungsweise 30 Prozent (Land) möglich. Eine Bewilligung dieser Anträge steht derzeit noch aus. Gemäß Sportförderrichtlinie können Investiv- und Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten gefördert werden. Dies wurde dann auch beschlossen. Dieser Beschluss wird am 26. September (Montag) im Langfördener Ortsrat besprochen, bevor einen Tag später der Verwaltungsausschuss der Stadt Vechta eine endgültige Entscheidung über diese sowie die drei anderen Beschlüsse fällt.

Die Förderung für den Golfclub Vechta-Welpe in Höhe von rund 1600 Euro wurde mit einer knappen Stimmenmehrheit abgelehnt. Eine Voraussetzung für eine Inanspruchnahme der Sportförderrichtlinie sei die Mitgliedschaft im Kreissportbund, die sei beim Golfclub nicht gegeben. Darauf wiesen Karl-Heinz Teuber (Grüne) und Frank Hölzen (WFV) hin.

In dem Vortrag zu den laufenden Baumaßnahmen am „Oyther Berg“ sowie dem „Stadion am Bergkeller“ wurde darauf hingewiesen, dass am 23. September (Freitag) um 15 Uhr das Richtfest am „Stadion am Bergkeller“ stattfinden werde.

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