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Den Glauben 34 Jahre zu den Menschen gebracht

Mit Geschenken, Liedern und Anerkennung haben Gruppen und von ihr Betreute Pastoralreferentin Hildegard Bolte auf einem Empfang nach dem Hochamt in den Ruhestand verabschiedet.

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Unter dem Beifall der Hochamt-Besucher hat das Pfarrhaus-Team  Pastoralreferentin Hildegard Bolte verabschiedet. Foto: Siemer

Unter dem Beifall der Hochamt-Besucher hat das Pfarrhaus-Team  Pastoralreferentin Hildegard Bolte verabschiedet. Foto: Siemer

Mit dem unter den noch geltenden Corona-Regeln „größtmöglichen Bahnhof“ im Hochamt und mit einem Empfang hat die Löninger St.-Vitus-Gemeinde ihre vieljährige Pastoralreferentin Hildegard Bolte in den Ruhestand verabschiedet. In der Predigt von Dechant Bertholt Kerkhoff und zum Abschluss verabschiedete sich das Pfarrhaus-Team der Gemeinde unter dem Beifall der Gottesdienstbesucher von der Seelsorgerin, die sich 34 Jahre in der Gemeinde engagiert hatte. Zunächst in Lindern mit Pfarrer Alfons Hölscher und danach in Löningen mit Dechant Josef Saalfeld und 14 Jahre mit Dechant Kerkhoff arbeitete die in Bunnen auf einem Hof mit Ehemann Franz und 4 Kindern lebende Bolte seit 1987 als Pastoralreferentin.

Anschließend luden die Verantwortlichen zu einem Sektempfang vor das Pfarrheim. In einem Lied dankte der Familiengottesdienst-Kreis Hildegard Bolte für ihr Engagement. Geschenke, Lob und Anerkennung für die seelsorgerische Begleitung und das Engagement gab es von den Erzieherinnen der 6 Kitas, einer Abordnung der Erstkommunion-Paten, der Kfd, des Sozialen Briefkastens, dem Team des Hauses Effata und des Pfarreirates.

"Du bist ein Schatz, den wir heute nur ungern gehen lassen, ein Schatz, der uns fehlen wird."Dechant Berthold Kerkhoff

„Du hast unseren Glauben, dass wir gottgewollte Geschöpfe, Ebenbilder Gottes, dass er unser Leben führt und lenkt, wir von ihm ausgehen und zu ihm zurückkehren, in den vergangenen 34 Jahren zu den Menschen unserer Gemeinde getragen“, würdigte Kerkhoff Boltes Engagement. Das sei nicht aufdringlich, nicht anbiedernd, nicht großspurig und nicht eigennützig geschehen: „Sondern mit der dir eigenen, sympathischen, freundlich-fröhlichen Ausstrahlung, mit deiner temperamentvollen Begeisterung und deinem gewinnenden Wesen. Du bist ein Schatz, den wir heute nur ungern gehen lassen, ein Schatz, der uns fehlen wird.“

Der Dechant erinnerte an die vielen Bereiche der seelsorgerischen Betreuung der Mitglieder der Pfarrgemeinde, in der die Pastoralreferentin sich engagierte. Sie habe unzählige Kinder in den 34 Jahren mit ihren Familien auf die Erstkommunion vorbereitet und die Ferienfreizeiten nach Ameland, zum Dümmer, nach Ahlhorn und zur Baccumer Mühlen initiiert, organisiert und begleitet. Bolte habe den Vorbereitungen und Gestaltungen von Kinder- und Jugendgottesdiensten ihren Stempel aufgedrückt, Fahrten, Pilgerreise und Ausflüge organisiert, habe als Mitglied im Pfarreirat und in den Ortsausschüssen mit Ideen und Impulsen bereichert und im Seelsorgeteam mitgearbeitet.

Weitere Arbeitsfelder seien die Glaubensgespächs- und Bibelkreise, die Trauerbegleitung, das caritative Engagement und die Frauenarbeit in Löningen und im Dekanat als Herzensanliegen gewesen, so Kerkhoff. Gerade in den vergangenen Wochen und Monaten, in denen die Kirche immer mehr in die Krise geraten sei, habe sie gespürt, wie wichtig es sei, „mit den uns anvertrauten Menschen so behutsam umzugehen, dass dieser Schatz des Glaubens nicht noch mehr Schaden nimmt“.

Pastoralreferentin dankt Team und Familie

Es sei ein besonderes Geschenk, so viele Weggefährten, mit denen sie in besonderer Weise unterwegs sein durfte, beim Abschied zu sehen, erklärte die Vielgelobte. Sie habe den Beruf gewählt, um mit vielen ehrenamtlichen Laien gemeinsam Kirche zu sein, zu gestalten und Neues aufzubauen. Dankbar sei sie dem Pfarrhaus-Team und ihrer Familie: „Ich konnte einiges an Ballast bei euch lassen, ihr wusstet, wie gerne ich meinen Beruf ausübe.“

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