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"Dem haben wir so nicht zugestimmt"

Drei SPD-Ratsmitglieder aus Barßel fordern nach der Kostenexplosion beim Neubau des Rathauses neue Beratungen. Sie hätten unter anderen Voraussetzungen ihre Zustimmung gegeben, sagen sie.

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Fordern neue Beratungen: Die SPD-Ratsmitglieder Gunda Schröder, Hartmut Wrede und Ulla Fugel sehen dringenden Gesprächsbedarf.    Foto: Maik Kamphaus

Fordern neue Beratungen: Die SPD-Ratsmitglieder Gunda Schröder, Hartmut Wrede und Ulla Fugel sehen dringenden Gesprächsbedarf.   Foto: Maik Kamphaus

"Nach Bekanntwerden der immens gestiegenen Kosten für den Neubau des Barßeler Rathauses kam bei der Bevölkerung der Gemeinde Barßel die Frage nach den Gründen dafür auf", stellen die Barßeler Sozialdemokraten Ulla Fugel und Gunda Schröder sowie Hartmut Wrede fest. Auch sie seien von der Kostenexplosion überrascht worden. Sie seien sehr verärgert, teilen die Fraktionsmitglieder des SPD-Ortsvereins mit.

Der Gemeinderat habe sich im September 2017 für den Neubau eines Bürgerhauses auf Grundlage der damals geschätzten Kosten in Höhe von 4,6 Millionen Euro ausgesprochen. Dieser Summe habe eine Sanierung mit einer Kostenschätzung von 3,1 Millionen Euro gegenübergestanden. "Eine Sanierung wäre mit ziemlicher Sicherheit auch teurer geworden, als anfangs geplant", ist Hartmut Wrede überzeugt. Sie würden daher jederzeit wieder für einen Neubau zu den ursprünglichen Kosten stimmen, betonten die drei Ratsmitglieder.

Sozialdemokraten  wollen Erhöhung nicht hinnehmen

"Eine Kostensteigerung bei dem geplanten Bürgerhaus über die geschätzte Summe hinaus war zu erwarten, jedoch ist die derzeitige Erhöhung von 4,6 auf 8,7 Millionen Euro nicht einfach so hinzunehmen", schreiben sie und stellen klar: "Dem haben wir so nicht zugestimmt."

Ratsfrau Ulla Fugel spricht sich dafür aus, dass die bisherigen Planungen und Kosten noch einmal überdacht und besprochen werden. Sicherlich könne man an einigen Positionen noch den "Rotstift" ansetzen. "Hier geht es nicht um Wünsche, sondern um eine solide Finanzpolitik", sind sich die drei Ratsmitglieder einig. Nicht einzuplanen gewesen sei damals die derzeitige Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Haushalt der Gemeinde Barßel. "Wir sollten auch noch einmal neu beraten, ob wir unter diesen Voraussetzungen die weitere Planung und den Bau weiter nach hinten verschieben wollen", meint Gunda Schröder.

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