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Deal perfekt: Dinklage kauft den Wildpark und die daneben liegende Waldfläche

Für einen symbolischen Euro übernimmt die Stadt zum 1. Januar 2023 ein mehr als 50 Hektar großes Areal. Es sind aber noch viele Fragen zu klären. Über mögliche Antworten wird die Politik beraten.

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Bei der Vertragsunterzeichnung: (von links) Carl Heinz Putthoff (Bürgermeister Dinklage), Dr. Oliver M. Bühr (Notar), Lars Knackstedt (Vorstand Finanzen DVAG), Stephan Bretz (Rechtsanwalt DVAG) und Christoph Bornhorst (Kämmerer Dinklage). Foto: Fitzke

Bei der Vertragsunterzeichnung: (von links) Carl Heinz Putthoff (Bürgermeister Dinklage), Dr. Oliver M. Bühr (Notar), Lars Knackstedt (Vorstand Finanzen DVAG), Stephan Bretz (Rechtsanwalt DVAG) und Christoph Bornhorst (Kämmerer Dinklage). Foto: Fitzke

Seit ein paar Jahren liefen dem Vernehmen nach die Gespräche, jetzt ist der Deal perfekt: Die Stadt Dinklage übernimmt zum 1. Januar 2023 den 27 Hektar großen Wildpark und eine ähnliche große, daneben liegende Waldfläche von der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Am Mittwochnachmittag unterschrieb Dinklages Bürgermeister Carl Heinz Putthoff mit den Vertretern der DVAG, die mit ihrer Vila-Vita-Gruppe unter anderem das Burghotel betreiben, den Kaufvertrag. Der Wert: ein symbolischer Euro.

Wie die Stadt mitteilte, "erfolgte die Beurkundung unter dem Vorbehalt eines positiven Ratsbeschlusses". Denn wie es mit dem Wildpark nun weitergeht, das wird noch weiter politisch beraten werden. Gefragt sind der Finanzausschuss, der Verwaltungsausschuss und der Rat. Denn es sind noch einige Fragen zu klären. Was passiert mit dem Wildpark-Förster? Was mit den Tieren? Welches Konzept ist im Gehege überhaupt vorgesehen? Dieses Konzept für den Wildpark werde zurzeit mit der Unteren Naturschutzbehörde erarbeitet, teilte die Stadt mit. Wann es fertig sein wird, stehe noch nicht fest. Der Beschluss über den Ankauf des Areals sei unabhängig von dem noch zu erstellenden Konzept.

Online-Petition zum Tiererhalt hat 2700 Unterstützer

In der Bevölkerung wurde nach einer langen Zeit des überraschenden Schweigens derweil nun auch die öffentliche Debatte über die Zukunft des Wildparks losgetreten. Der Dinklager Andreas Niedermeier hat nämliche eine Online-Petition gestartet, mit dem Ziel, die Tiere im Gehege zu behalten. Dort gab es bis Mittwochnachmittag 2700 Unterstützer, fast 1100 davon aus Dinklage. „Es tut mir im Herzen weh, dass die Tiere den Wildpark verlassen und solche Ausflüge nur noch der Erinnerung angehören sollen. Uns allen und auch zukünftigen Generationen wird ein Stück Dinklage genommen“, findet Andreas Niedermeier.


  • Info: Der Wildpark wurde 1968 eröffnet und beherbergte eine der größten Hirschsammlungen Norddeutschlands sowie Wildschweine, Fasane und Enten in einzelnen Gehegen. Schon damals unternahmen zahlreiche Schulklassen Ausflüge zum Wildpark, der seinerzeit der Familie von Galen gehörte. 1990 wurde der Park von der Vila-Vita-Gruppe übernommen, die einzelnen Gehege wurden abgeschafft und ein großer Zaun um den Park gezogen.

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