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Das Reich des Bösen

Thema: Die Gräueltaten der russischen Armee – Das Entsetzen ist groß, die Bilder sind herzzerreißend: Russische Soldaten haben offenbar wahllos ukrainische Zivilisten in Butscha ermordet.

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Verwesungsgeruch hängt in der Luft in Butscha, Leichen liegen in den Straßen. Auch deutsche Zeitungen entschieden sich, die Dokumente des Grauens aus der Umgebung von Kiew zu zeigen; jene Bilder, die dokumentieren, dass russische Soldaten offenbar wahllos ukrainische Zivilisten auf den Straßen von Butscha ermordet haben, bevor sie die Stadt verließen. Manche der Opfer zeigen Spuren von Folter. Andere scheinen von einem Moment auf den anderen aus dem Alltag gerissen worden zu sein, ein Leichnam liegt direkt neben dem Fahrrad. Auch gibt es Berichte über ermordete Kinder und Vergewaltigungen.

Das Entsetzen ist groß, die Bilder sind herzzerreißend, die Taten unmenschlich. Langjährige Beobachter Russlands weisen aber darauf hin, dass man nicht zu überrascht sein dürfe über diese Gräuel: Auch in Syrien und in Tschetschenien hat die russische Armee schwere Kriegsverbrechen begangen. Das Handeln der russischen Armee erinnert an den US-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der die Sowjetunion in den 1980er Jahren als „Reich des Bösen“ bezeichnete. Heute scheint es, er hatte recht.

Zwar lässt sich ein langfristiger Friede in Europa nur mit Russland erzielen. Einstweilen aber gibt es Sicherheit nur gegen Moskau. Alle gegenteiligen Versuche der vergangenen Jahrzehnte sind gescheitert. Ein neuer Eiserner Vorhang wird auf Europa fallen. Wir sollten alles dafür tun, möglichst viele Ukrainer auf unserer Seite der Grenze zu haben. Auf der Seite, wo sie nicht wahllos gemordet werden. Wenn es dafür eines Gasembargos und deutscher Wohlstandsverluste bedarf: So sei es!

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