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Das neue Rentenpaket und die Fehler der Vergangenheit

Thema: Heil legt neues Rentenpaket vor – Derzeit kann der Sozialdemokrat allerdings nichts anderes als Flickschusterei betreiben. Er darf nicht nur an Symptomen kurieren.

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Arbeitsminister Hubertus Heil ist trotz aller zur Schau getragenen vermeintlichen Erfolge beileibe nicht zu beneiden. Denn wirklich vorangebracht hat er dieses Land mit seiner Politik des Ausschüttens des Füllhorns mit Wohltaten nicht.

Vor allem aber ist er nicht zu beneiden, weil er etwas ausbaden muss, was ihm Politiker schon seit vielen Generationen geradezu mit konstanter Boshaftigkeit eingebrockt haben: die Probleme bei der Sicherung der Renten.

Die Zahl der Einzahler sinkt

Derzeit kann der Sozialdemokrat Heil allerdings nichts anderes als Flickschusterei betreiben, denn wenn die sogenannten Baby-Boomer, die Arbeitnehmer aus den Geburtsjahren zwischen Ende der 1950er Jahre und 1964, in den Ruhestand gehen, wird es für die Rentenkassen richtig teuer, zumal die Zahl derer, die einzahlen, auch noch sinkt.

Dass die Renten angesichts der Finanzierungsprobleme niedriger werden, das steht für die Demnächst-Rentner aber nicht zu befürchten. Das käme für die Entscheidungsträger in Berlin einem politischen Selbstmord gleich. Aber die Bürger dürfen von Heil erwarten, dass er über den Tag hinausdenkt.

Wenn er ein verantwortungsbewusster Politiker ist, legt er in absehbarer Zeit einen Vorschlag für ein zukunftsweisendes Rentenkonzept für die nächsten Generationen auf den Tisch. Das müsste neben der Sicherung der Renten auch tiefgreifende Änderungen bei der Finanzierung der Altersruhegelder beinhalten, wie etwa mehr verpflichtende private Vorsorge. Wenn Heil das gelingen würde, fiele es leicht, über Fehler seiner Politik hinwegzusehen. Ansonsten kuriert auch er nur an Symptomen.

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