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Das hat die Gemeinde Holdorf 2021 vor

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gibt in seinem Online-Neujahrsempfang wieder einige Rekordzahlen bekannt –und sagt, welche Projekte demnächst wichtig werden.

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Translozierung: Die Hofstelle Münzebrock soll in den neuen Bürgerpark zwischen Ostring und Osterort versetzt werden. Dort soll ein Heimat-, Vereins- und Kulturzentrum entstehen. Foto: Vollmer

Translozierung: Die Hofstelle Münzebrock soll in den neuen Bürgerpark zwischen Ostring und Osterort versetzt werden. Dort soll ein Heimat-, Vereins- und Kulturzentrum entstehen. Foto: Vollmer

Es ist eine gute Tradition, dass Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug im Januar seinen Rückblick auf das vergangene Jahr und seinen Ausblick auf das kommende gibt. Das macht der Verwaltungschef gerne – und in der Regel bei 3 Veranstaltungen. Beim Neujahrsempfang der Gewerbetreibenden, bei der Bürgerversammlung und beim Austausch mit den Bezirksvorstehern präsentiert Krug Zahlen, Daten und Fakten. Durch die Corona-Pandemie fallen die Veranstaltungen in diesem Jahr aus. Doch der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen und veröffentlichte jetzt auf der Gemeindehomepage auf exakt 98 Folien wieder Wissenswertes und Bemerkenswertes. Ein Überblick.

Zahlen,  Daten, Fakten: 

In Holdorf purzeln weiter die Rekorde bei der Einwohnerzahl. Zum Ende vergangenes Jahres lebten exakt 7.603 Personen in der Gemeinde – ein neuer Höchststand. Das sind 65 mehr als vor 12 Monaten (7.438) und mehr als 1.000 Menschen mehr als 2010 (6.530). In Holdorf leben 72 anerkannte Flüchtlinge und zehn Asylbewerber. 

In Holdorf starben im vergangenen Jahr mit 101 Menschen (davon 4 an Covid-19) gleich 18 Personen mehr als 2019. Erfreulich ist dagegen diese Zahl: 93 Holdorfer erblickten 2020 das Licht der Welt, im Jahr davor hatte es nur 72 Geburten gegeben. Angesichts neuer Baugebiete wie im Bäkeesch könnte sich die Geburtenzahl weiter auf hohem Niveau einpendeln. Apropos Bauen: 2020 gingen bei der Gemeinde Holdorf 78 Bauanträge (2019: 83) ein – 42 für private Wohngebäude, 16 Nebengebäude, 12 gewerbliche Bauten und 8 für landwirtschaftliche Bauten.

In finanzieller Hinsicht steht die Gemeinde Holdorf weiter auf absolut gesunden Beinen. Das mag angesichts einer Verschuldung von 7,122 Millionen Euro und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 967,92 Euro pro Einwohner – Mitte der Nuller Jahre hatte Holdorf praktisch gar keine Schulden –, etwas irreführend klingen. Aber die Gemeinde investiert rund 4,5 Millionen Euro in den Grunderwerb, neben weiteren zahlreichen Investitionen. Zudem hat die Gemeinde Rücklagen in Höhe von 10 Millionen Euro.

Wirtschaft: 

Eine neue Rekordmarke vermeldet Holdorf bei den Gewerbetreibenden: Satte 691 Firmen haben ihren Sitz in der Südkreis-Kommune. 2009 waren es noch es 553 Firmen. Die Gemeinde belegt nach einer Umfrage von „Die Deutsche Wirtschaft“ im Standortranking den Platz 2.106 von knapp 10.800 Kommunen.

Rückläufig war die Zahl der sozialversicherungspflichten Jobs: Sie betrug zum 30. März 2020 genau 3.156. Ein deutliches Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3.424). Was jedoch einen einfachen Grund hatte: Eine Firma mit mehren hundert Beschäftigten wechselte in eine andere Südkreis-Kommune.

Was wird 2021 wichtig?

Auch in diesem Jahr werden Verkehrsprojekte wichtig. Die Industriestraße soll für 6 Millionen Euro möglichst noch in diesem Jahr saniert werden. Solange dies nicht abgeschlossen ist, wird es allerdings auch keine möglichen baulichen Veränderungen bei der Ortsdurchfahrt geben. „Das macht keinen Sinn“, sagt Dr. Krug.

Die Verhandlungen um eine Umstufung des Steinfelder Dammes, der Schemder Straße und eines Teils der Industriestraße zwischen der Gemeinde Steinfeld und dem Landkreis Vechta laufen noch. Eine gute Nachricht: Die Rasengitter im Außenbereich der Gemeinde soll in diesem Jahr nun tatsächlich verlegt werden. Die 450.000-Euro-Maßnahme war wegen der Arbeiten der Deutschen Glasfaser verschoben worden.

So soll das neue Feuerwehrhaus aussehen. Foto: Gemeinde HoldorfSo soll das neue Feuerwehrhaus aussehen. Foto: Gemeinde Holdorf

Der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus der Holdorfer Brandbekämpfer am Lagerweg soll in diesem Jahr „endlich“ (Krug) erfolgen. Details der Planungen gibt der Bürgermeister in Kürze bekannt. Die Holdorfer Kameraden erhalten zudem ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug.

In die Bildungseinrichtungen hat die Gemeinde Holdorf zuletzt mehrere Millionen Euro investiert. Das bleibt auch so. 6 Klassenräume der Grundschule Holdorf werden saniert, dazu gibt es einen neuen Außenanstrich. Die Erweiterung der Kita St. Elisabeth soll übrigens im November beendet sein.

Zu klein geworden ist mittlerweile auch das Holdorfer Rathaus. Die Planungen, in welche Richtung es erweitert wird, starten in diesem Jahr. Apropos Rathaus: Im Rahmen des Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ soll der Rathaus-Vorplatz umgestaltet werden. In diese Maßnahme inbegriffen ist auch die Translozierung des Hofes Münzebrock, um diesen zu einem Heimathaus auszubauen. 

Weitere Investitionen, die geplant sind: neue Parkplätze für die Georg-Kerscheinsteiner-Schule, neue Fußball-Felder für den SV Holdorf und eine grundlegende Sanierung der Wasserrettungsstation am Heidesee.

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