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Das deutsche Dilemma

Thema: Energieversorgung auf tönernen Füßen – Deutschland ist in Sachen Energie viel zu abhängig von anderen Staaten. Das ist keine verantwortungsvolle Politik.

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Die Debatte um die Gaslieferungen aus Russland zeigt ein ganz großes deutsches Dilemma: Das Land ist in Sachen Energie viel zu abhängig von anderen Staaten. Und es zeigt sich, auf welch tönernen Füßen Deutschlands gesamte Energieversorgung steht, wenn die Politik vorrangig und zukünftig ausschließlich auf die Stromerzeugung aus regenerativen Energien setzt.

Flaute beim Wind führt zwangsläufig entweder zu erhöhter Stromerzeugung mittels anderer Energieträger wie Gas, wie jetzt geschehen, oder aber, wenn letztere dann nicht mehr erlaubt sind, wohl zu einer stark gestiegenen Gefahr von Blackouts. Zumindest solange es nicht gelingt, den zu viel mittels Wind und Sonne erzeugten Strom zu speichern, um ihn bei Bedarf abrufen zu können.

Polen und Frankreich denken gar nicht daran, ihre Kernkraftwerke abzuschalten

Es ist deswegen dringend an der Zeit, dass die Politik die aktuellen Pläne für die zukünftige Energieversorgung kritisch auf den Prüfstand stellt. Denn eine Tatsache ist: Wer aus den fossilen Brennstoffen und der Atomenergie ziemlich zeitgleich aussteigt, der wird eine stabile Stromversorgung nicht mehr garantieren können. Es sei denn, er sichert sich über Verträge feste Stromlieferungen aus anderen Ländern, wie etwa Frankreich oder Polen zu.

Das aber führt nicht aus der Abhängigkeit von Dritten heraus. Im Gegenteil, die würde noch größer, als sie derzeit beim Gas aus Russland ist. Eine verantwortungsvolle Politik im Sinne des Landes sieht anders aus. Hinzu kommt: Polen und Frankreich denken gar nicht daran, ihre Kernkraftwerke abzuschalten. Warum sollten sie auch, wenn der Kunde Deutschland vor der Tür steht?

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