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Dammer Politik entscheidet: Mobilfunkstation am Trinkwasserspeicher ist die erste Wahl

Das Thema wurde kontrovers und lange diskutiert. Nun hat der Dammer Rat die Standortfrage der neuen Mobilfunkstation geklärt. Weitere Themen waren die Förderung der Innenstadt und der Olgahafen.

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Selten kontrovers: Über den Standort der Mobilfunkstation wurde lange und tiefgreifend diskutiert. Foto: dpa/Büttner

Selten kontrovers: Über den Standort der Mobilfunkstation wurde lange und tiefgreifend diskutiert. Foto: dpa/Büttner

Nach langem Diskurs eine Entscheidung zur Mobilfunkstation in Damme: Der neue Mast von Vodafone soll an dem Alternativstandort 2 (Trinkwasserspeicher OOWV) errichtet werden. Sollte dieser Standort nach einer bautechnischen Prüfung nicht realisierbar sein, wird auf den Alternativstandort 3 (Privatgelände Zum Rennplatz) ausgewichen. Wenn auch dieser Standort nicht realisierbar sein sollte, entsteht die Mobilfunkstation am Dersa-Sportpark auf dem Parkplatzgelände beim Sportlerheim. 

Das Thema wurde in der jüngsten Sitzung kontrovers und lange im Dammer Rat diskutiert. Die SPD enthielt sich geschlossen. Der Änderungsantrag von Ratsfrau Ruth Bresser (CDU) wurde abgelehnt. Sie sprach sich für eine Errichtung auf dem Gelände am Dersa-Sportpark aus. Auch der Antrag von Nathalie Schwarz (CDU), die Wahl geheim auszuführen, erntete Kritik und verfiel.

Die mehrheitliche Meinung fasste Jens Droppelmann (CDU) zusammen: Es sei der Standort gewählt worden, an dem die geringstmögliche Strahlenbelastung ist, und gleichzeitig die Funklöcher gedeckt werden. Am Sportplatz stünden 350 bis 400 Häuser, am Rennplatz circa 50 bis 70 Häuser und am OOWV-Trinkwasserspeicher 10 bis 12 Häuser. Ein Wechsel auf den Standort am Sportplatz mache keinen Sinn. Letztendlich stimmte der Rat mit 12 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen für die Beschlussempfehlung.

Umgestaltung des Olgahafens

Immer wieder und doch nie. Der Olgahafen sollte schon oft modernisiert werden, nie ist es dazu gekommen. Nun stimmt der Rat für einige Beschlüsse zur Neugestaltung des Gebietes.

Ein erster Entwurf für die Modernisierung des Westufers des Dümmers steht schon fest. Bei der Umsetzung sollen Fördergelder aus der Dorferneuerung helfen. Veranschlagt sind rund 930.000 Euro. Ein entsprechender Antrag wird nun beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg eingereicht. Bis zu 53 Prozent der Kosten könnten bezuschusst werden.

Der Entwurf des Entwicklungskonzeptes Olgahafen wird nun als Grundlage für zukünftige Bauleitplanungen genutzt. "Das Konzept fügt sich gut ein", meinte Heiko Bertelt (FDP). Es umfasst unter anderem eine breite Promenade mit Wasserspielen, eine Sanierung des Hafenbereichs, eine Liegewiese und einen Rundweg, der stärker zum Dümmer ausgerichtet ist. Auch das Areal zwischen Deichweg und Ufer kann mit einbezogen werden. Dazu kommen ein Wohnmobilstellplatz, eine Erweiterung des bestehenden Parkplatzes und ein neuer Spielplatz.

Standort- und Zentrenkonzept

Der Rat hat den Konzeptentwurf der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung als Standort- und Zentrenkonzept beschlossen. Laut Jürgen Osterhues (CDU) sei er eine "gute Vorlage" für die weitere Ratsarbeit.

Damit wird der Bereich "Im Hofe" in den zentralen Versorgungsbereich aufgenommen. Das sei für die baulichen Planungen des Famila-Marktes eine zwingende Voraussetzung, erläuterte Osterhues. Durch bauliche Veränderungen im Westen Dammes würde der Supermarkt in der zentralen Versorgung wichtiger werden. Insgesamt solle der zentrale Versorgungsbereich gehalten und gestärkt werden.

Energetische Quartierssanierung: Klimaquartiere

Gemäß der "energetischen Quartiersdorfentwicklung" beschloss der Dammer Rat 2019 die Ausweisung der 5 Ortschaften der Region Damme-Ost als integriertes, energetisches Klimaquartier. Das sind die Ortschaften Osterfeine, Dümmerlohausen, Rüschendorf, Langenteilen und Klünenberg.

Nun können die "integrierten energetischen Quartierskonzepte" erstellt werden. Die Konzepterstellung wird mit 85 Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert. Die Konzepte sollten darlegen, welche Möglichkeiten für erneuerbare Energien in den Quartieren bestehen. Daraus sei ableitbar, was konkret vor Ort getan werden könne, um den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, erklärte CDU-Fraktionsmitglied Bernard Markus.

Wichtig sei es, bei der Planung die Dorfentwicklung Damme-Ost zu berücksichtigen. Darunter fallen städtebauliche, denkmalpflegerische, baukulturelle, wohnungswirtschaftliche, sowie soziale Aspekte. In der Maßnahmenplanung soll auch speziell auf die technischen und wirtschaftlichen Potenziale eingegangen werden.

Um das Vorhaben durchsetzen zu können, werden die 5 Ortschaften als Sanierungsgebiete ausgewiesen. Das sei, laut Markus, "förmlich festgesetzt". Die dafür nötigen Untersuchungen billigte der Rat.

Auch stimmte der Rat einer Mitwirkung und Beteiligung der Betroffenen und der Träger öffentlicher Belange zu. Das bedeutet: Die Bewohner werden bei dem Projekt mit einbezogen. Das sei "von großer Bedeutung", meint Markus.

Dammer Innenstadt soll wieder belebter werden

"Die Dammer haben eine starke Innenstadt und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten", sagte Frank Hörnschemeyer (CDU) während der Ratssitzung. "Das muss so bleiben." Aus diesem Grund fördert die Stadt nun die Neuvermietung von Leerstand mit gezielten Zuwendungen.

Zunächst wird die Richtlinie mit Haushaltsmitteln in Höhe von 50.000 Euro ausgestattet. Die Verwaltung soll sich um entsprechende Fördermittel  kümmern.

Kleine und mittlere Unternehmen können Anträge stellen, die die Innenstadt durch ihr Konzept bereichern. Diesen werden durch einen monatlichen Mietzuschuss im ersten Jahr sowie einen einmaligen Ladenbauzuschuss von der Stadt unterstützt. Der Mietzuschuss wirkt ab dem 1. August 2021. Der Ladenbauzuschuss greift rückwirkend ab dem 15. März 2020.

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