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Dammer Politik denkt über Begegnungszonen in Innenstadt nach

Autos sollen im Zentrum künftig weniger Platz haben. Grundlage für die Überlegungen ist der Verkehrsentwicklungsplan. Den will die Stadt nach und nach umsetzen.

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Neue Planungen: Im Zuge der Umsetzung des Dammer Verkehrsentwicklungsplanes geht es auch um die sogenannte Parkraumbewirtschaftung. Foto: Lammert

Neue Planungen: Im Zuge der Umsetzung des Dammer Verkehrsentwicklungsplanes geht es auch um die sogenannte Parkraumbewirtschaftung. Foto: Lammert

Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Damme ist eines der Themen, mit denen sich der Stadtrat bei seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag (27. September) ab 18 Uhr im Rathaus befassen wird. Dabei geht es um die Festlegung von Prioritäten bei der Umsetzung des Planes.

Die Maßnahmen und deren von der Verwaltung vorgeschlagene Priorität hatte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, jüngst bei der Sitzung des Grundstücks- und Straßenbauausschusses vorgestellt. Zu den mittelfristig umzusetzenden Maßnahmen zählte er unter anderem die Umgestaltung des Kreisverkehrs Vördener Straße/Lindenstraße/Große Straße/Wiesenstraße. Hier sollen in der Zukunft Radfahrer und Fußgänger beim Überqueren von Ein- beziehungsweise Ausfahrten den Vorrang bekommen. Geplant ist die Maßnahme im Zuge des Umbaus der Vördener Straße.

Ein Thema, das an Bedeutung gewinnen wird, sind nach Worten des Fachbereichsleiters die weitere Verkehrsberuhigung und -entlastung der Innenstadt. Hier sei nun eine Begegnungszone auf der Großen Straße zwischen den Einmündungen der Friedhofstraße und der Kolpingstraße sowie auf der Mühlenstraße im Gespräch.

Auf Rathausparkplatz soll es Einschränkungen geben

In diesen Zonen sollen Radfahrer und Fußgänger mehr Platz haben. Für Autos gebe es entsprechend weniger Platz, sagte Rolf Mähler. Für die Ausweisung solcher Zonen, die zum Beispiel Aufpflasterungen erforderlich machen könnten, könnte eventuell Geld aus dem Städtebauförderungsprogramm fließen.

Weiter könnte es Änderungen bei der sogenannten Parkraumbewirtschaftung geben. Dazu zählt unter anderem die Planung, auf einem Teil des Rathausparkplatzes, auf dem derzeit komplett das unbefristete Abstellen von Autos erlaubt ist, nur noch ein befristetes Parken zu erlauben.

Zur Radverkehrsführung sieht der Verkehrsplan unter anderem vor, im Zuge des Umbaus der Vördener Straße den Rad- und Gehweg zu verbreitern und mittelfristig den Ulmenweg und Weizenkamp als Fahrradstraßen auszuweisen. Kurzfristig will die Stadt auch die Radwegführung im Einmündungsbereich der Marienstraße auf die Steinfelder Straße ändern. Kurz- bis mittelfristig soll es zudem ein Fahrradverleihsystem und ein Förderprogramm für Lastenräder geben.

Verkehrsentwicklungsplan ist Grundlage für Förderanträge

Der Verkehrsentwicklungsplan sei kein Arbeitsauftrag für Rat und Verwaltung, nach dem alle in ihm aufgelisteten Projekte umgesetzt werden müssen, sagte Rolf Mähler. Er sei aber eine unbedingte Voraussetzung, wenn die Stadt für Maßnahmen, die die innerörtliche Verkehrssituation verbessern sollen, Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragen wolle. Ohne den Plan werde es keine Mittel des Landes nach diesem Gesetz geben, hieß es weiter.

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