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Dammer Krankenhaus stellt sich und seine Statistik vor

Eine Gruppe CDU-Landtagsabgeordneter machte sich beim Ortstermin über die Sorgen und die Pläne des Krankenhauses schlau. Einig waren sich die Politiker bei der Bewertung nicht.

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Informationen: Über das Dammer Krankenhaus unterrichtete Barbara Conrad (von links) Jens Nacke, Christian Calderone, Karl-Heinz Bley, Björn Thümler und Christoph Eilers.  Foto: Lammert

Informationen: Über das Dammer Krankenhaus unterrichtete Barbara Conrad (von links) Jens Nacke, Christian Calderone, Karl-Heinz Bley, Björn Thümler und Christoph Eilers.  Foto: Lammert

Die geplante Neurologie im Cloppenburger Krankenhaus bleibt ein Reizthema. Das wurde deutlich, als die Oldenburger CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone, Jens Nacke, Björn Thümler, Karl-Heinz Bley und Christoph Eilers im Rahmen ihrer Sommertour das Dammer Krankenhaus St. Elisabeth besuchten. Die Gäste ließen sich vom Ärztlichen Direktor Gustav Peters und der Geschäftsführerin Claudia B. Conrad über den Stand der Dinge informieren. Auch Vertreter der CDU in Damme nahmen an dem Gespräch teil.

Während sich Christoph Eilers für eine Neurologie in Cloppenburg ausspricht, lehnt der Vechtaer CDU-Kreisgeschäftsführer und Dammer Kreistagsabgeordnete Walter Goda sie ab. Das würde zu einer Schwächung der vorhandenen Neurologien in Damme und Quakenbrück führen, findet Goda.

Gespräche zwischen Häusern in Damme und Cloppenburg

Gustav Peters sagte, derzeit liefen Gespräche zwischen den Häusern in Damme und Cloppenburg, wie die Dammer Neurologen bei der Versorgung von Patienten in Cloppenburg unterstützen könnten, wenn Patienten nicht unbedingt in einer Neurologie behandelt werden müssten. Es gebe da etwa Möglichkeiten per Telemedizin.

Barbara Conrad teilte mit, die Krankenhaus-Patientenzahlen seien 2022 im Vergleich zu den vergleichbaren Zeiträumen in den Coronajahren 2020 und 2021 gestiegen. Ende dieses Jahr rechnet die Geschäftsleitung mit rund 13.000 stationär behandelten Patienten und einem Umsatz von rund 66,04 Millionen Euro. Bei der Patientenzahl wäre das mehr als 2021, aber weniger als 2019 mit 14.500. Es gebe aber mehrere unbekannte Größen. So wisse niemand, wie sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter entwickeln werde. Zudem kommen in fast allen Bereichen deutliche Preissteigerungen auf das Krankenhaus zu. Es werde ein Inflationsausgleich benötigt.

Dr. Marcel Knosalla übernimmt Chefarztstelle

Mit Blick auf den Fachkräftemangel führte die Geschäftsführerin aus, es gelinge zwar noch, Ärzte und Pflegekräfte zu gewinnen, aber es falle immer schwerer. Einen Erfolg meldetet sie bei der Besetzung der Chefarztstelle in der Neurologischen Frührehabilitation. Dr. Marcel Knosalla wird am 1. Oktober die Stelle übernehmen.

Vorangekommen ist das Krankenhaus offenbar auch hinsichtlich der Planungen für die neue Zentrale Notaufnahme, die auf der Fläche vorgesehen ist, auf der noch die Krankenpflegeschule steht. Nach Worten der Geschäftsführerin Conrad will das Krankenhaus die Pläne in diesem Herbst zur Prüfung in Hannover vorlegen. Wenn Anfang des nächsten Jahres die Genehmigung vorliege, könne der Abriss der Krankenpflegeschule beginnen. 2025 könnte die neue zweigeschossige Notaufnahme fertiggestellt sein.

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