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Dammer CDU will die Innenstadt beleben

Ein CDU-Antrag zielt auf die Beantragung von Fördermitteln für die Belebung der Dammer Innenstadt ab. Die Stadt sowie der Handels- und Gewerbeverein befürworten das Vorgehen.

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Hier soll wieder mehr Leben einkehren: Die Stadt soll Fördermittel für die Belebung der Dammer Innenstadt beantragen. Foto: Övermann

Hier soll wieder mehr Leben einkehren: Die Stadt soll Fördermittel für die Belebung der Dammer Innenstadt beantragen. Foto: Övermann

Neue Finanzmittel für die Belebung der Dammer Innenstadt: Das erhofft sich die CDU-Fraktion von ihrem Antrag, dass die Stadt eine Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen vorantreiben soll.

Die CDU begründet ihren Antrag damit, dass der Strukturwandel vor allem den kleinen inhabergeführten Geschäften zunehmend zu schaffen mache; die Folgen wären immer mehr Leerstände. Als Gründe für den Strukturwandel sieht die CDU, dass immer mehr Menschen zum Beispiel Bekleidung, Schuhe oder Spielzeug nicht mehr vor Ort, sondern online kaufen würden. Außerdem habe die Corona-Pandemie diesen Strukturwandel nochmal befeuert.

CDU-Fraktion fordert Investitionen

"Es muss Geld in die Hand genommen werden", fordert der CDU-Stadtverbandsvorsitzender sowie Ratsherr Jürgen Osterhues. Die Finanzmittel seien aber begrenzt, da in den vergangenen Jahren viel investiert wurde und im Zuge der Pandemie die Gewerbesteuereinnahmen sinken würden, sagt Osterhues. CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Hörnschemeyer findet, es müsse auch "bauliche Veränderungen" geben. "Und die sind ohne Fördermittel für die Kommune einfach nicht zu leisten."

Hier kommt das Städtebauförderungsprogramm ins Spiel: "Mit den Finanzmitteln könnte man verschiedene Projekte umsetzen, wie zum Beispiel Immobilien zu kaufen", stellt sich Osterhues vor. Im Jahr 2020 umfasste die Städtebauförderung des Landes Niedersachsen insgesamt 122 Millionen Euro, im Durchschnitt lag der Betrag bei circa 600.000 Euro, die Stadt Lohne erhielt zum Beispiel 580.000 Euro. Über den CDU-Antrag muss nun der Rat in seiner nächsten Sitzung am 27. April entscheiden.

HGV "sieht den Antrag durchweg positiv"

Sowohl der 1. Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, Michael Rechtien, sowie Dammes City-Managerin Eva Maria Deutschländer begrüßen das Vorgehen der CDU: "Wir sehen den Antrag beide durchweg positiv, denn nur so können wichtige und große Infrastruktur- und Umbaumaßnahmen in der Innenstadt vorangetrieben werden." Auch die Stadt Damme unterstützt den CDU-Antrag: "Die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm des Landes Niedersachsen wäre ein wesentlicher Schritt für die zukünftige Stadtentwicklung in Damme", findet Kerstin Biestmann, Amtsleiterin "Planen" bei der Stadt.

Dem Antrag vorausgegangen war eine Videokonferenz zwischen dem Vorstand der CDU und Vertretern des HGV. Dort habe der HGV  seine aktuell "schwierige Lage" erläutert und seine Vorstellungen hinsichtlich der zukünftigen Innenstadtpolitik vorgetragen, heißt es seitens der CDU. "Ein zentraler Punkt ist die Steigerung der Aufenthaltsqualität für Familien und Ältere, um somit auch die Verweildauer zu erhöhen", berichtet Deutschländer. Auf diesen Wunsch des HGV zielt auch eine zweite Forderung der CDU ab: Laut dem Antrag solle die Verwaltung prüfen, mit welchen Sofortprogrammen die Innenstadt wiederbelebt und gestärkt werden könne. "Wenn die Pandemie uns etwas Luft lässt, müssen wir wieder Leben in die Innenstadt bringen", sagt Hörnschemeyer. Das könne durch Tagesaktionen oder Gutscheine gestaltet werden. 

"Die Innenstadt benötigt die Hilfen jetzt – und nicht erst, wenn es womöglich schon zu spät ist"Eva Maria Deutschländer, City-Managerin der Stadt Damme

Deutschländer ist ebenfalls für ein Sofortprogramm und weist auf den Zeitdruck hin: "Das Antragsverfahren für die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm wird Zeit kosten, die wir aus unserer Sicht nicht haben. Die Innenstadt benötigt die Hilfen jetzt – und nicht erst, wenn es womöglich schon zu spät ist." Eine konkrete Maßnahme für die Belebung der Innenstadt sieht Deutschländer in der Ansiedlung eines grünen Parks mit Spielplatz und Außengastronomie auf dem Parkplatz des alten Krankenhauseingangs zur Großen Straße. "Der Park könnte nicht nur als Patientenpark dienen, sondern für alle Bürger und Besucher unserer Stadt ein Ort der Begegnung und des Verweilens sein", erhofft sich die City-Managerin.

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