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Damme will nachhaltiger werden

Die Stadt will ihr Handeln auf Nachhaltigkeit trimmen. Die Kooperation mit einem Verein soll dabei helfen.

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Nachhaltigkeit ist ein weites Feld: Der Verbrauch von klimafreundlich hergestelltem Strom zählt dazu, doch damit ist die Debatte noch nicht am Ende. Symbolbild: dpa

Nachhaltigkeit ist ein weites Feld: Der Verbrauch von klimafreundlich hergestelltem Strom zählt dazu, doch damit ist die Debatte noch nicht am Ende. Symbolbild: dpa

Damme will sich verstärkt um Fragen der Nachhaltigkeit kümmern. Zu diesem Zweck will die Stadt sich dem Projekt "Kommunale Nachhaltigkeit in kleinen und mittleren Kommunen in Niedersachsen" anschließen, das vom Verein "Kommunale Umweltaktion" (UAN) ins Leben gerufen wurde. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass sich die Stadt dem Projekt anschließen und eine entsprechende Vereinbarung mit der UAN treffen soll.

Ziel der bisherigen Aktionen der UAN ist es laut Sitzungsvorlage, "nachhaltiges Handeln auf kommunaler Ebene zu initiieren, zu stärken und langfristig zu verankern". Für die Stadt Damme drückt das die Leiterin des Planungsamtes, Kerstin Biestmann, deutlicher aus: "Wir wollen uns nachhaltig entwickeln."

Dabei setzen Rat und Verwaltung auf die "professionelle Begleitung" durch die UAN, etwa, um Initiativen zu bündeln, wie Biestmann sagt. Ziel ist es darüber hinaus, "für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und Informationen zu vermitteln", wie die Sitzungsvorlage festhält.

Kommunen seien ein Vorbild, meint die Stadtverwaltung

Die Überlegung dahinter: Nachhaltigkeit gewinne "zunehmend an Relevanz in gesellschaftlichen und politischen Handlungsfeldern" und sei "zunehmend Teil des öffentlichen Diskurses", so schreibt die Verwaltung. Kommunen wie Damme komme dabei eine Vorbildfunktion zu; sie könnten "Impulse setzen für eine breite gesellschaftliche Verankerung von Nachhaltigkeit".

Der Beitritt zu der Aktion der UAN ist dabei keineswegs der erste Schritt auf dem Weg der Dammer Stadtverwaltung in eine nachhaltige Zukunft. So gibt es bereits seit einiger Zeit die Arbeitsgruppe (AG) Biodiversität, berichtet Biestmann. Mitglieder seien hier neben der Politik und der Verwaltung auch Landwirte und Naturschützer. Die AG befasse sich bereits mit Themen der Nachhaltigkeit und könne gewissermaßen zum Kern einer künftigen weiter gefassten AG Nachhaltigkeit werden. 

Was genau die Ergebnisse der Beratungen dieser AG sein könnten, welche Maßnahmen also dereinst zur Steigerung der Nachhaltigkeit ergriffen werden könnten, will Biestmann nicht vorwegnehmen. Sie betont: Es gehe jetzt darum, den Prozess "zu initiieren" und "professionell begleiten zu lassen" sowie für Fragen der Nachhaltigkeit – in Umwelt- und Klimahinsicht, aber auch in sozialer und ökonomischer Hinsicht – zu sensibilisieren. Die Begleitung durch die UAN solle helfen, "das wir die Richtung behalten", sagt die Amtsleiterin.

Damme fängt nicht bei null an

Wer langfristig Mitglied der AG Nachhaltigkeit werden solle, stehe ebenfalls noch nicht fest. Was jetzt zunächst anstehe, sei, eine Vereinbarung mit der UAN zu unterzeichen. Dabei will Biestmann den nach ihren Worten "dynamischen Prozess" nicht "überfrachten" –  und hält sich deshalb mit der Formulierung konkreter Vorstellungen zurück. Wie genau der "Prozess" ablaufen könne, solle mit der UAN abgestimmt werden. Ziel sei jedenfalls, kommunale Aufgaben künftig "nachhaltig zu gestalten" und damit als Stadt ein "Vorbild für ein nachhaltiges Leben" zu sein, erklärt die Amtsleiterin.

Dabei fängt die Stadt keinesfalls bei null an, heißt es aus dem Rathaus. Schon bisher haben Verwaltung und Politik Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt: Beispielsweise durch die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, durch den Ersatz alter Straßenlaternen durch stromsparende LED-Lampen sowie durch die energetische Quartiersanierung in der Dammer Innenstadt.

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