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Damme plant neue Bauplätze auf alten Grundstücken

Bauland wird immer knapper. Viele Kommunen versuchen, über die sogenannte Nachverdichtung gegenzusteuern. Die Stadt Damme hat jetzt den ersten Bebauungsplan überarbeiten lassen.

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Es fehlt das Ja des Rates: Per Änderung des Bebauungsplanes soll es möglich sein, auf den nördlich an die Fontanestraße angrenzenden Grundstücke im Zuge der Nachverdichtung neue Wohnhäuser zu errichten. Foto: Lammert

Es fehlt das Ja des Rates: Per Änderung des Bebauungsplanes soll es möglich sein, auf den nördlich an die Fontanestraße angrenzenden Grundstücke im Zuge der Nachverdichtung neue Wohnhäuser zu errichten. Foto: Lammert

Auf den nördlich der Fontanestraße in Damme gelegenen Grundstücken ist aller Voraussicht nach demnächst das Errichten eines weiteren Wohngebäudes im Zuge der sogenannten Nachverdichtung möglich.

Bei 2 Enthaltungen haben die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit dem Rat empfohlen, die Neufassung des Bebauungsplanes "Fontanestraße – Glückauf" als Satzung zu beschließen.

Dieser Bebauungsplan ist der erste, den die Stadtverwaltung nach Worten des Fachbereichsleiters Planen und Bauen, Rolf Mähler, auf die Möglichkeit des Errichtens zusätzlicher Wohngebäude auf den Grundstücken hin überprüft. Die Nachverdichtung soll dazu beitragen, dass die Stadt in Zukunft weniger neues Bauland ausweisen muss.

Nachverdichtung soll helfen, Bauland einzusparen

Rolf Mähler teilte mit, dass das Interesse der betroffenen Grundstückseigentümer an der Änderung des Bebauungsplanes offenbar nicht allzu groß sei. An einer extra für sie anberaumten Versammlung habe nur etwa ein Drittel teilgenommen, noch geringer sei die Resonanz auf eine schriftliche Befragung gewesen.

Der von Susanne Heine vom Büro Plankontor in Oldenburg vorgestellte geänderte Bebauungsplan sieht vor, dass auf den Grundstücken zwischen den Gebäuden und dem Wald ein neues Haus mit einer Wohnung entstehen darf. Erlaubt sein sollen auch nur Einzel-, aber keine Doppelhäuser. Eine Ausnahme gibt es nur für das Grundstück im Einmündungsbereich Fontanestraße/Bergstraße, auf dem bereits 3 Wohngebäude mit jeweils 6 Wohnungen stehen.

Neue Gebäude dürfen nur eine Wohnung haben

Geregelt ist im Bebauungsplan unter anderem auch, dass Dachausbauten maximal 50 Prozent der Gebäudelänge lang sein dürfen. Zur Dacheindeckung sind nur Tonpfannen oder Betondachsteine in den Farben Naturrot bis Braun beziehungsweise Anthrazit erlaubt.

Susanne Heine wies darauf hin, dass nach dem derzeit gültigen, aus dem Jahr 1962 stammenden Bebauungsplan theoretisch die Versiegelung der kompletten Grundstücke möglich wäre. Nach der neuen Fassung sei das nicht mehr statthaft. Das betreffe eine Gesamtfläche von 19.000 Quadratmetern.

Landkreis hat zum Brandschutz keine Stellungnahme abgegeben

In dem Zusammenhang regte Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion an, Vorgaben für das Anlegen von Zisternen zum Sammeln von Regenwasser zu machen. Schließlich sei es das erklärte Ziel der Dammer Politik, das Niederschlagswasser zukünftig mehr auf den Grundstücken verrieseln zu lassen beziehungsweise aufzufangen, um es etwa für die Gartenbewässerung einzusetzen.

Jan Runge von den Grünen sprach von wertvollem Bauland, das an der Fontanestraße zusätzlich entstehe. Es müsse aber eine Zuwegung für Feuerwehrfahrzeuge geben, um bei einem Waldbrand schnell eingreifen und die Gebäude schützen zu können. Dazu sagte Rolf Mählers, der Landkreis als zuständige Behörde habe zum Thema Brandschutz keine Stellungnahme abgegeben.

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