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Connemann und Breher fordern: Keine Stilllegung von Agrarflächen

Eine gemeinsame Europäische Agrarpolitik müsse auf den Prüfstand gestellt werden. Die Union verlangt dazu eine Sondersitzung des Agrarausschusses.

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Fordern eine ertragreiche deutsche und europäische Landwirtschaft: Die CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (links) und Silvia Breher. Foto: CDU

Fordern eine ertragreiche deutsche und europäische Landwirtschaft: Die CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (links) und Silvia Breher. Foto: CDU

Die CDU warnt vor einer Gefährdung der weltweiten Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln durch den Krieg in der Ukraine und fordert deshalb die Bundesregierung auf, eine ertragsstarke deutsche und europäische Landwirtschaft sicherzustellen. Dafür müssten die Instrumente der europäischen und nationalen Agrarpolitik, insbesondere die geplanten Flächen- und Produktionsstilllegungen neu überprüft werden.

Für diese Positionierung der Parteispitze haben sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (Cloppenburg-Vechta), die auch Vize-Vorsitzende der Partei ist, und die CDU-Bundestagsabgeordnete sowie MIT-Vorsitzende Gitta Connemann (Leer) eingesetzt, wie aus einer Mitteilung zu einer Tagung in Saarbrücken hervorgeht.
Die Agrarexpertinnen verwiesen darauf, dass Russland und die Ukraine zu den „Kornkammern“ der Welt gehörten, beide Staaten sorgten für gut ein Viertel der globalen Weizenexporte (28,7 Prozent). Auf das Konto beider Staaten gingen zudem 19,5 Prozent des     Maishandels. Die Ukraine liefere die Hälfte des weltweit gehandelten Sonnenblumenöls – bislang.

Keine Engpässe in Deutschland zu erwarten

"Exporte werden durch zerstörte Bahnlinien und verminte Häfen zunehmend schwieriger. Durch die Kämpfe ist die Aussaat in Gefahr. Und viele Länder auf der Welt, gerade in Afrika sind auf Kunstdünger aus Russland angewiesen. Nahrungsmittel werden knapper", hieß es in der Mitteilung.

Es seien zwar keine Engpässe in Deutschland zu erwarten. Aber die Verknappung belaste die Höfe „mit Preisexplosionen bei Futter- und Düngemitteln“. Es müsse alles getan werden, sich von Exporten unabhängig zu machen. Für die beiden Christdemokratinnen ist klar: "Alle Strategien der EU wie auch die Gemeinsame EU-Agrarpolitik und der Green Deal gehören auf den Prüfstand. Erzwungene Produktionsrückgänge durch eine Extensivierung der Landwirtschaft passen nicht mehr in die Zeit. Flächen- und Produktionsstilllegungen müssen ausgesetzt werden.“

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