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Cloppenburgs Politiker machen sich für Lüftungsanlagen in Kitas stark

Auch abseits von Corona will die SPD für bessere Luft in den städtischen Kindertagesstätten sorgen. Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus.

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Symbolfoto: dpa

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Einigkeit herrschte beim Thema Raumlüftung in Kindertagesstätten unter den Mitgliedern des Cloppenburger Sozialausschusses. Sie empfahlen einstimmig, dass die Verwaltung die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien hinsichtlich der Raumluft überprüfen soll.

Zudem soll bei zukünftigen Neubauten und Sanierungsmaßnahmen an städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen der Einbau von dauerhaften mechanischen Lüftungsanlagen geprüft werden. Hintergrund ist ein Antrag der SPD. „Es sollte ein Konzept entwickelt werden, das neben der Virenübertragungsgefahr auch eine Reduzierung der CO2-Werte, eine Filterung von Pollen und Feinstaub in der Luft, eine Wärme- und Feuchterückgewinnung als auch energetische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt“, begründet die Fraktion.

Aus energetischer Sicht sei dies mit Blick auf die Zukunft durchaus sinnvoll, erklärte Professor Dr. Marco Beeken von der CDU. Als Corona-Schutzmaßnahme halte er die Lüftungsgeräte im Kita-Bereich hingegen eher für überflüssig: „Wenn die Kinder verständlicherweise toben und auch keine Masken getragen werden können, kann das kein Raumlüfter ausgleichen.“

Regelung gilt für zukünftige Baumaßnahmen

Stadträtin Petra Gerlach bat im Namen der Verwaltung darum, die aktuellen Baumaßnahmen auszuklammern. „Das wäre ein großes Problem für den Zeitplan. Wir brauchen die Plätze schließlich rechtzeitig.“ Es sei nicht hilfreich, deshalb Zeit zu verlieren. Die Überprüfung der Richtwerte sei kein Problem, dies sei mit technischen Mitteln sogar ohne Gutachter möglich. 

Stefan Riesenbeck (SPD) konnte sich mit dem Vorschlag der Verwaltung anfreunden: „Hauptsache, wir finden eine vernünftige Lösung.“ Auch Jutta Klaus von der UWG sah dies ähnlich. „Es ist ein guter Weg, den wir gemeinsam gehen sollten“, sagte sie. Über Schulen ist bereits in dem entsprechenden Ausschuss beraten worden.

Auf Nachfrage von Olaf Vocks (CDU) teilte Fachbereichsleiter Egon Meyer Pölking mit, dass das Personal in städtischen Einrichtungen das Impfangebot häufig wahrgenommen habe. Masken würden bei der Arbeit getragen. „Zudem testen wir alle Mitarbeiter zweimal in der Woche“, so Meyer-Pölking weiter. Bislang hatten die Johanniter diese Aufgabe übernommen, ab dieser Woche werden Selbsttests zur Verfügung gestellt. Mit Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft sei man stets im allgemeinen Austausch, das Thema Raumluft sei in den Gesprächen laut Meyer-Pölking noch nicht explizit aufgekommen.

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