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Cloppenburger SPD geht mit 28 Frauen und Männern ins Rennen

Die Sozialdemokraten haben ihre Liste für die Kommunalwahl im September veröffentlicht. Darauf befinden sich 11 Kandidaten mehr als vor 5 Jahren.

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Kandidiert erstmals für den Stadtrat: Ali Moslas (29). Foto: SPD

Kandidiert erstmals für den Stadtrat: Ali Moslas (29). Foto: SPD

Mit 14 Frauen und 14 Männern geht die SPD ins Rennen um den Cloppenburger Stadtrat. Erstmals in ihrer Geschichte konnten die Sozialdemokraten in einer „hybdriden Aufstellungsversammlung“ eine vollständig paritätisch besetzte Stadtratsliste beschließen.

„Unsere Kandidatenliste ist ein toller Querschnitt der Gesellschaft. Von der Pflegekraft über die Referendarin bis zum Polizeibeamten, von der 19-Jährigen Auszubildenden bis zur 68-Jährigen Rentnerin“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende Catja Kieselhorst.

Im Vergleich zur Wahl 2016 habe sich die Anzahl der Kandidaten von 17 auf 28 erhöht. Es gebe „erfahrene SPD-Haudegen“, aber auch viele Kandidaten ohne Parteibuch. Bis zum letzten Platz sei die 28-köpfige Liste geschlechtergerecht besetzt. „Darauf haben wir bei der Kandidatensuche besonderen Wert gelegt und sind über das Ergebnis natürlich stolz.“


Kandidaten:

  • Mit folgender Liste stellt sich die SPD zur Kommunalwahl im September.
  • 1. Jan Oskar Höffmann, 2. Catja Kieselhorst, 3. Frank Teschner, 4. Sara Riesenbeck, 5. Lothar Bothe, 6. Gloria Bachoco, 7. Guido Röding, 8. Ruth Fangmann, 9. Jan Wilken, 10. Sandra Heiden, 11. Stefan Riesenbeck, 12. Inge Bohlsen, 13. Julia Ennenbach, 14. Ali Molas, 15. Gülistan Gevin, 16. Andreas Bonk, 17. Iris Schnittker, 18. Peter Hackmann, 19. Ann-Kathrin Tegenkamp, 20. Ulrich Krug, 21. Saskia Vaitekunas, 22. Stefan Niemeier, 23. Christiane Werner, 24. Philipp Roghmann, 25. Kathrin Wojtkiewicz, 26. Dennis Stein, 27. Nicole Müller und 28. Andreas Borchers.

Aktuell hat der Stadtrat einen Frauenanteil von 18 Prozent, dies müsse sich dringend ändern. „Der 50-prozentige Frauenanteil unserer Liste ist der richtige Ansatz, um für spürbare Veränderungen zu sorgen“ so Kieselhorst, die als „Neuling“ auf Platz 2der Liste kandidiert.

Angeführt wird die Liste vom Fraktionsvorsitzenden Jan Oskar Höffmann. Der 31-jährige Jurist verspricht den Genossen einen „frischen und modernen“ Wahlkampf. Es sei nun wichtig, die „Potenziale“ Cloppenburgs hervorzuheben und ein glaubhaftes Angebot zum politischen Wechsel zu unterbreiten. „Es ist hier nicht alles schlecht gelaufen in den letzten Jahrzehnten. Aber es ist auch längst nicht alles gut. Unsere Stadt hat in etlichen Bereichen Aufholbedarf“, so Höffmann.

Die SPD wolle daher mit dem Slogan „Cloppenburg kann mehr!“ in den Wahlkampf ziehen. „Ob Klimaschutz, Kinderbetreuung, ÖPNV oder sozialer Wohnungsbau. In etlichen Bereichen wird nur verwaltet, statt mutig zu gestalten. Aber dafür braucht es dringend andere politische Mehrheiten“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Lothar Bothe. Eine städtische Wohnungsbaugesellschaft oder ein fahrscheinloser Stadtbus seien aber bei einer konservativen Mehrheit nicht durchsetzbar. Es sei bislang nicht einmal möglich, Ratssitzungen ins Internet zu übertragen.

Erstmals kandidieren wird auch Ali Molas. „Wenn der Stadtrat ein Spiegelbild der Gesellschaft sein soll, dann müssen auch Menschen mit Handicaps in den Rat einziehen. Inklusion ist meine Mission“, sagt der 29-Jährige. Molas ist bereits seit 2013 Mitglied der SPD und hatte schon immer ein gesteigertes Interesse daran, sich für seine Mitmenschen stark zu machen. Viele Jahre hat er sich daher bereits in der Interessenvertretung für die Beschäftigten der Caritas Behindertenwerkstatt engagiert.

„Jetzt möchte ich mich auch außerhalb des Betriebes für Verbesserungen stark machen. Man kann sich nicht über die ‚große Politik‘ beklagen, wenn man selbst nichts macht. Echte Inklusion gelingt nur durch gemeinschaftliches Engagement.“ Als Beispiel nennt Molas „barrierefreie Straßenschilder“, denn Menschen mit Sehbehinderungen hätten oft Schwierigkeiten, den Straßennamen richtig zu lesen. Dass Molas aufgrund seiner körperlichen Behinderung auf den Rollstuhl angewiesen ist, sei für ihn dabei kein Hinderungsgrund, sondern zusätzliche Motivation.

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