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Cloppenburger Reinigungskräfte erzielen Erfolg vor Gericht

Gegenstand der Verhandlung waren gestrichene Urlaubstage und fehlende Lohnfortzahlungen bei Krankheit. Die Frauen arbeiten an Schulen in Trägerschaft des Landkreises.

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Symbolfoto: Hermes

Symbolfoto: Hermes

Einen ersten Teilerfolg vor Gericht haben mehrere Reinigungskräfte aus Cloppenburg gegen ihren Arbeitgeber erreicht. Sie hatten gegen einen Unternehmer aus dem Kreis Diepholz geklagt. Vertreten werden die Frauen, die an Schulen in Kreisträgerschaft arbeiten, von Rechtsanwalt Otto Höffmann.

Der Landkreis selbst stellt Reinigungskräfte nicht direkt an. Über Ausschreibungen erfolgt die Vergabe an einen externen Dienstleister, der zuletzt im Jahr 2020 gewechselt hatte. In dem aktuellen Verfahren ging es unter anderem um gestrichene Urlaubstage sowie teils fehlende Lohnfortzahlung bei Krankheit.

„Die Frauen haben einen Sieg errungen. Das Gericht hat unter anderem klargestellt, dass ein Urlaubsanspruch ab dem ersten Tag gilt und nicht erst nach 6 Monaten“, erklärte Höffmann am Mittwoch gegenüber OM-Online. Seinen weiteren Angaben zufolge hätten die Reinigungskräfte Anspruch auf 23 Tage Urlaub im Jahr, sie sind seit rund 2 Jahren über die Firma beschäftigt.

Treffen des Landkreises mit Firma und Reinigungskräften

Von den 46 Tagen hätten viele jedoch erst 8 bis 10 genehmigt bekommen. „Die Gegenseite muss nun darlegen, wie viel Urlaub genommen wurde. Dies gleichen wir dann ab“, so Höffmann weiter. Auch zwei fehlende Lohnfortzahlungen müsse der Anwalt der Gegenseite überprüfen.

Wie Höffmann zudem erklärte, ist für Donnerstag (28. April) kurzfristig ein Treffen des Landkreises mit der Firma und den Reinigungskräften anberaumt worden. Dem Ergebnis blicke er mit Spannung entgegen, gleichzeitig hat er klare Forderungen: „Die Rechtsauffassung steht jetzt, und diese muss befolgt werden.“ Zudem sollten die Urlaubstage auf die verschiedenen Ferien verteilt werden können. Die Urlaubsanträge für den Sommerzeitraum wolle die Gegenseite „zeitnah und wohlwollend prüfen“, so Höffmann.

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