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Cloppenburger Politiker ändern die Pläne für die Emsteker Straße noch einmal

Noch in diesem Jahr soll der Ausbau der Emsteker Straße starten, betroffen ist der Bereich von der Bahnstrecke bis zum Kreisel am Pingel Anton. Es gibt Veränderungen zu den bisherigen Planungen.

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Platz für Radfahrer: Die Emsteker Straße soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Foto: Hermes

Platz für Radfahrer: Die Emsteker Straße soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Foto: Hermes

Noch in diesem Jahr soll der Ausbau der Emsteker Straße starten, dies teilte die Stadt nach der jüngsten Sitzung des vertraulich tagenden Verwaltungsausschusses offiziell mit. Betroffen von der Maßnahme ist der Bereich von der Bahnstrecke bis zum Kreisel am Pingel Anton.

Mit rund 11.300 Kraftfahrzeugen täglich gehört die Emsteker Straße nach Angaben der Verwaltung zu den Hauptverkehrsstraßen in Cloppenburg. Diese hohe Belastung der Straße habe über die Jahre dazu geführt, dass diese den Anforderungen aktuell nicht mehr genügt und eine Grunderneuerung der gesamten Fahrbahn mit Ober- und Unterbau sowie der Nebenanlagen notwendig sei. Spurrillen, Schlaglöcher und viele Rissbildungen würden dies zeigen.

 Foto: Hermes Foto: Hermes

Entgegen der Beratungen im Fachausschuss sieht der jetzige Beschluss nun doch wieder Parkbuchten entlang der Straße vor einem dortigen Waschmaschinen-Center vor. Die Gruppe CDU/FDP/Zentrum sowie Grüne/UWG hatten ursprünglich einen durchgehenden Radschutzstreifen mit einer Breite von 1,85 Metern bevorzugt. Die CDU, FDP und Zentrum haben sich im Vergleich zur vorherigen Abstimmung noch einmal umentschieden. Der Ausbau wird offenbar nicht mehr öffentlich im Rat aufgegriffen, ein entsprechender Antrag soll abgelehnt worden sein.

„Insbesondere der aktuelle Mix der hier verorteten Gewerbe hat uns – auch nach nochmaligen Gesprächen mit den Anliegern - bewogen, nicht auf alle Parkflächen für Pkw zu verzichten“, teilte die Mehrheitsgruppe gestern dazu mit. Sie stehe weiterhin zu einer nachhaltigen Mischung der Verkehrsträger in Cloppenburg, so der Vorsitzende Prof. Dr. Marco Beeken. Man suche nach Wegen, unterschiedliche Interessen auszugleichen.

CDU, FDP und Zentrum setzen auf Mobilitätskonzept

Zudem würden CDU, FDP und Zentrum auf das angestoßene Mobilitätskonzept setzen. „Wir wollen die Idee einer Fahrrad-Route, die über eine Überführung am Bahnhof entlang der Bahnhofstraße, an der Polizei vorbei Richtung Innenstadt führe, einbeziehen“, so Beeken weiter. Dies könne wohlmöglich eine erhebliche Verbesserung der Situation an der viel befahrenden Emsteker Straße herbeiführen“.

Mit den jetzt beschlossenen Plänen werde für Radfahrer in dem Bereich der verbleibenden Parkplätze nun ein sogenannter Schutzstreifen von 1,60 Metern Breite zuzüglich einer 50 Zentimeter breiten Schutzzone geschaffen. Bei der Neugestaltung wird es zudem auf beiden Seiten der Fahrbahn einen Gehweg geben. Nach weiteren Angaben der Verwaltung sollen kleinere Grünbeete mit Baumpflanzungen dazu dienen, das Stadtklima positiv zu beeinflussen. "Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellanlagen werden ebenfalls in die Planung integriert", heißt es in einer Pressemitteilung.

Anlieger und Kaufleute melden sich zu Wort

In der Vergangenheit hatten sich immer wieder Anlieger und Kaufleute zu Wort gemeldet, sie befürchten nach der Corona-Pandemie weitere Einbußen durch die Baustelle. Mit einem Antrag auf die Verschiebung der Maßnahme war FDP-Ratsherr Jörg Abromeit in der vergangenen Fachausschusssitzung allerdings gescheitert. Zudem sollten seiner Meinung nach keine Anliegerbeiträge gefordert werden, die Straße sei für ihn von der Nutzung her eine Kreis- oder Landesstraße.

Die Kostenschätzung lag vor einem Jahr bei rund 2,2 Millionen Euro. „Aufgrund der Entwicklung kann man allerdings von 10 Prozent mehr ausgehen. Die Preise sind sehr schwankend“, erklärte Fachbereichsleiter Armin Nöh im Januar dazu. Die Anlieger müssten bislang 672.800 Euro tragen, zudem sei eine Förderung von 542.000 Euro in Aussicht. Die Bauzeit schätzt Nöh auf 18 Monate, dabei sei die Straße aber nicht über den kompletten Zeitraum voll gesperrt. Der erste Bauabschnitt vom Kreisel an der Fritz-Reuter-Straße bis zu den Bahnschienen ist bereits vor einigen Jahren fertiggestellt worden.

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