Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

CKQ stellt Investition in Löningen zurück

Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) hat die Investition in die neue Liegendanfahrt zurückgestellt, bis klar ist, ob die Anna Klinik auch in Zukunft von den Rettungsdiensten angefahren wird.

Artikel teilen:
Zurückgestellt: Da die neue Liegendanfahrt zur Intensivstation vorläufig nicht gebaut wird, verwendet die Stadt das Geld und die Fördermittel für die Sanierung der Heizungsanlage der Gutenberg-Schule. Foto: W.Siemer

Zurückgestellt: Da die neue Liegendanfahrt zur Intensivstation vorläufig nicht gebaut wird, verwendet die Stadt das Geld und die Fördermittel für die Sanierung der Heizungsanlage der Gutenberg-Schule. Foto: W.Siemer

Die Gutenbergschule am Alten Postweg erhält im kommenden Jahr eine neue Heizungsanlage. Das hat der Ausschuss für Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit auf seiner jüngsten Sitzung dem Rat einstimmig empfohlen.

Möglich wird die mit 300.000 Euro veranschlagte Maßnahme durch frei werdende Mittel, die im Haushalt eigentlich als freiwilliger Zuschuss der Kommune für die neue Liegendanfahrt zur Intensivstation der Löninger Anna-Klinik vorgesehen waren. Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück habe als Mehrheitsgesellschafter des Löninger Krankenhauses die Investition zurückgestellt, sie könne daher bis Ende 2021 nicht abgeschlossen sein, erläuterte Bürgermeister Marcus Willen. Hintergrund sei ein geplantes Gesetzesvorhaben des Bundesgesundheitsministeriums zur Ausweisung von Integrierten Rettungszentren.

Klinik-Entwicklung hängt von neuem Gesetz ab

Wenn Löningen nicht als solches ausgewiesen und als Folge dann nicht mehr von den Rettungsdiensten angefahren werde, dann mache die Investition keinen Sinn. Das CKQ warte daher ab, weil Löningen möglicherweise gar kein integriertes Rettungszentrum werde. Die Krankenhaus-Entwicklung hänge von diesem Gesetz ab, so Willen. Alle hofften auf ein Umdenken des Bundes, wie die Coronakrise gerade zeige, sei eine Stärkung gerade der kleineren Krankenhäuser sinnvoll. Der jetzt eingeschlagene Weg der raschen Umwidmung ist notwendig, weil in de. 200.000 Euro fürs Krankenhaus 180.000 Euro aus dem Kommunal-Investitions-Programm (KIP) des Bundes enthalten sind. Dieses Geld muss bis zum Ende 2021 ausgegeben worden sein.

Die veraltete Anlage hätte ohnehin saniert werden müssen, wenn dies jetzt mit einer Förderung geschehe, um so besser, betonte der Bürgermeister. Nach Angaben von Fachbereichsleiter Andreas Brundiers kosten die Erneuerung der Rohre, die noch zum Teil unter der Bodenplatte verlegt sind, neue Heizkörper, die Steuerung, der Brandschutz und die Malerarbeiten rund 300.000 Euro. Hauptproblem der Anlage sei die nicht funktionierende Steuerung, so dass am Anfang der Heizkette zu viel und am Ende zu wenig Wärme ankomme. Die Schule werde über das Fernwärmenetz geheizt, die eigentliche Heizungsanlage als Reserve sei in Ordnung. Es werde deutlich gespart, die Größenordnung sei aber schwer vorherzusagen.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

CKQ stellt Investition in Löningen zurück - OM online