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CDU will Tourismus in Molbergen stärken

Die Christdemokraten in Molbergen wollen das Entwicklungspotenzial des Ferienparks in Dwergte analysieren lassen. Ihnen zufolge gibt es viele Möglichkeiten – und Handlungsbedarf.

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Blauer See unter blauem Himmel: Noch ist die Saison am Badesee in Dwergte nicht eröffnet. Dafür ist im Hintergrund ordentlich was los: Dort entstehen derzeit 15 neue Ferienhäuser. Foto: Schrimper

Blauer See unter blauem Himmel: Noch ist die Saison am Badesee in Dwergte nicht eröffnet. Dafür ist im Hintergrund ordentlich was los: Dort entstehen derzeit 15 neue Ferienhäuser. Foto: Schrimper

Die Coronakrise hat nicht nur ungezählte Freizeitpläne durcheinandergewirbelt, sondern die gesamte Tourismusbranche schwer getroffen. Nachdem Urlaub in Deutschland bereits in den vergangenen Jahren schwer im Kommen war, dürfte sich dieser Trend angesichts der Pandemie weiter verstärken, ist man in der Molberger CDU überzeugt.

CDU fordert ein Tourismuskonzept für Molbergen

Vor diesem Hintergrund wollen die Christdemokraten im Rat die Erstellung eines Konzepts beantragen, mit dessen Hilfe der Tourismusstandort Molbergen „zukunftsfest“ gemacht werden soll. Der Ferienpark Landal in Dwergte habe sich, so betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Sebastian Vaske in einem Pressegespräch, zu einem „touristischen Leuchtturm im Oldenburger Münsterland entwickelt“. Die konstant hohen Übernachtungszahlen brächten auf vielfätige Art Leben in die Kommune. „Der Einzelhandel profitiert enorm“, so Vaske. Sein Fraktionskollege Dr. Hermann Südhoff ergänzt: „Wäre Landal nicht, wäre in Dwergte nicht mal mehr eine Kneipe.“ Stattdessen habe sich eine „hervorragende Gastronomie“ angesiedelt.

„Wir müssen heute planen, was in ein paar Jahren entsteht“CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Sebastian Vaske

Wie kann sich der Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Molbergen weiterentwickeln? Diese Frage möchte die CDU zu einem Schwerpunktthema der politischen Arbeit machen. „Wir müssen heute planen, was in ein paar Jahren entsteht“, so Vaske.

Erstmals solle deshalb ein Gesamtkonzept erstellt werden, das Chancen, Möglichkeiten und auch etwaige Risiken auslotet. Dabei gelte es, so der Wunsch der CDU-Fraktion, alle touristischen Merkmale von der Verkehrsinfrastruktur über das bestehende Angebot bis hin zu möglichen Erweiterungspotenzialen zu berücksichtigen. Fachleute aus der Branche – eventuell ein Planungsbüro oder Studenten der Tourismuswirtschaft – sollen mit ihrer Expertise Perspektiven für Molbergen ausloten.

Verkehr: Südhoff sieht Handlungbedarf

Handlungsbedarf gebe es durchaus, ist Südhoff überzeugt. In den heißen Sommern der vergangenen Jahre habe es an manchen Tagen mehr als 1000 Gäste am Dwergter Badesee gegeben. „Der ganze Verkehrsfluss ist zusammengebrochen. Da muss irgendetwas gemacht werden, damit das vernünftig läuft“, fordert er. Auch an Parkplätzen mangele es.

Um das Freizeitvergnügen noch zu vergrößern seien eine Saunalandschaft, „ein neuer Akzent im sportlichen Abenteuerbereich“ und ein weiterer Ausbau der Ferienhaussiedlung denkbar, zählt Dr. Sebastian Vaske auf. Diesbezüglich würden immer wieder Anfragen und Konzeptideen an die CDU-Fraktion herangetragen.

Molberger sollen in Pläne eingebunden werden

Man habe bei der Weiterentwicklung des Ferienparks auch die hiesige Bevölkerung im Blick und wolle diese mit einbinden, so die Christdemokraten. Noch stärker als bisher solle das Gelände von den Molbergern zur Naherholung genutzt werden. Mit dem Bau des Badesees im Jahr 2015 habe die Gemeinde 250 000 Euro Wirtschaftsfördermittel zur Verfügung gestellt und „in die Naherholung und das Freizeitverhalten der Molberger Bevölkerung investiert“. Die Gesamtinvestitionen, so die CDU, beliefen sich auf 1,5 Millionen Euro. Aktuell lässt Landal nahe des künstlichen Gewässers
15 neue Ferienhäuser errichten.

In der gegenwärtigen Coronakrise möchten die Christdemokraten ihren Antrag als Signal verstanden wissen: „Wir glauben an diesen Standort“, so Vaske, „und sind bereit, diesen weiter auszubauen.“

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