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CDU unterstützt Amtsinhaber und Ex-Sozialdemokraten Nils Anhuth

Die Christdemokraten bescheinigen dem Bürgermeister, gute Arbeit geleistet zu haben. Anhuth hatte sein Parteibuch vor einiger Zeit zurückgegeben.

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Im Pfarrheim Barßel: Hans  Eveslage (von links) und  Ralph Schröder leiten die Videokonferenz, aufmerksam verfolgen Jens Schumacher  und Johannes Geesen die Diskussion.Foto: C. Passmann

Im Pfarrheim Barßel: Hans Eveslage (von links) und Ralph Schröder leiten die Videokonferenz, aufmerksam verfolgen Jens Schumacher und Johannes Geesen die Diskussion.Foto: C. Passmann

Die Entscheidung ist gefallen: Der CDU-Gemeindeverband wird keinen eigenen Kandidaten bei der am 12. September anstehenden Wahl für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Barßel ins Rennen schicken. Auf einer digitalen Informationsveranstaltung sprachen sich die Mitglieder übereinstimmend dafür aus, den bisherigen Amtsinhaber Nils Anhuth bei der erneuten Kandidatur zu unterstützen.  

Der 34-jährige parteilose Anhuth hatte schon vor Wochen bekannt gegeben, dass er erneut für den Chefsessel im Rathaus antreten wird. 2014 hatte Anhuth – damals noch mit SPD-Parteibuch – die Phalanx der CDU durchbrochen und war als erster „roter“ Bürgermeister in dem Seemannsort gewählt worden – zugleich als jüngster Bürgermeister in Niedersachsen. Damals galt das in der schwarzen Hochburg als kleine Sensation. Mittlerweile ist Anhuth aus der SPD ausgetreten. Ob die Sozialdemokraten einen eigenen Kandidaten aufstellen oder ihren damaligen Parteikollegen unterstützen, ist noch offen.

Rückendeckung gab es für Anhuth jetzt von der CDU. Ihnen sei es wichtig, sich rechtzeitig vor der Wahl zu positionieren. „Uns war es wichtig, sobald wie möglich eine klare Linie vorzugeben“, sagt der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Ralph Schröder, der die Moderation der Videokonferenz zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Hans Eveslage im Barßeler Pfarrheim übernommen hatte.   In einem Schreiben hatten die Christdemokraten ihre Mitglieder im Vorfeld aufgerufen, Vorschläge für einen Bürgermeisterkandidaten zu machen. „Wir haben zwar einige Anregungen erhalten, aber keine Amtsvorschläge“, so Schröder in der Videokonferenz.

"Er ist beliebt und macht seine Arbeit gut."Fraktionsvorsitzender Hans Eveslage

„Die Arbeit mit Bürgermeister Anhuth war gut, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren oder sind“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Eveslage. „Es ist eine gute Entscheidung, Anhuth zu unterstützen. Es ist beliebt und macht seine Arbeit gut. Wir sollten es nicht auf die Spitze treiben und nun unbedingt einen eigenen Mann oder eine eigene Frau für die CDU ins Rennen schicken. Das würde bei den Wählern auf Unverständnis stoßen und könnte der Partei bei der Kommunalwahl schaden“, meint ebenfalls der stellvertretende Bürgermeister, Johannes Geesen.

Aus Berlin hatte sich das ehemalige Ratsmitglied und der Vorsitzende des Barßeler Gemeindeverbandes, Hans-Peter Lampen, zugeschaltet, der im Bundeslandwirtschaftsministerium tätig ist. „Ich bin dafür, Nils den Rücken zu stärken. Das kann ich nur befürworten“, so Lampen. Wichtig sei doch, bei der Kommunalwahl die Mehrheit im Rat zu verteidigen.

Bürgermeister Nils Anhuth selbst zeigte sich ein wenig überrascht, aber auch erfreut. „Das ist auch ein Ausdruck dafür, dass wir in Rat und Gremien gut zusammengearbeitet haben und gut miteinander umgegangen sind“, so Anhuth. Letztlich würden nun die Bürger der Gemeinde entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren Bürgermeister sind wird.

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