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CDU-Stadtverband Löningen spricht mit Bürgern über die Energiekrise

Handwerksmeister Oliver Meyer informiert die Anwesenden über Heiz- und Energiespartipps. CDU-Landtagskandidat Christoph Eilers und sein Parteikollege Martin Bäumer stellen sich den Fragen der Bürger.

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Regen zur Diskussion an: (von links) Jan-Bernd Saalfeld (Volksbank Löningen-Lindern), CDU-Landtagskandidat Christoph Eilers, Heinz Ameskamp (CDU-Stadtverband), Martin Bäumer (stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag) und Oliver Meyer (Handwerksmeister und Honorardozent). Foto: Wienken

Regen zur Diskussion an: (von links) Jan-Bernd Saalfeld (Volksbank Löningen-Lindern), CDU-Landtagskandidat Christoph Eilers, Heinz Ameskamp (CDU-Stadtverband), Martin Bäumer (stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag) und Oliver Meyer (Handwerksmeister und Honorardozent). Foto: Wienken

Die Energiekrise hat Deutschland fest im Griff. Die Preise für Strom und Gas gehen durch die Decke. Auch die Kosten für den Bau und die Finanzierung eines Eigenheims oder von Gewerbebetrieben steigen immer weiter an. Vor diesem Hintergrund luden der CDU-Stadtverband Löningen und der Kreisverband der CDU zu einem Diskussionsabend in die Firma Asepto in Holthausen ein.

"Meine Kollegen und ich werden aktuell bombardiert mit Fragen zum Thema Energie. Von vielen Menschen werde ich zum Beispiel gefragt, ob die Wärmepumpe die Zukunft ist. Schließlich ist sie aktuell federführend. Ich kann allerdings nicht in die Glaskugel schauen. Die Entwicklungen der Preise sind einfach nicht absehbar", erklärte Oliver Meyer, Handwerksmeister für Sanitär, Heizung und Klimatechnik sowie Honorardozent bei der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg.

Dennoch sei der Einbau der Pumpe ein probates Mittel und lasse sich besonders gut in Bestandsgebäuden umsetzen, auch wenn es aufgrund der gestiegenen Nachfrage und Materialengpässen momentan verlängerte Lieferzeiten gebe. "Für weniger empfehlenswert halte ich den Einbau von Pelletöfen. Die Preisentwicklung der Pellets ist enorm, auch das wird man auf Dauer nicht bezahlen können", sagte Meyer. Bevor es jedoch an die Technik gehe, empfehle er den Kunden, das Eigenheim fachgerecht zu dämmen. Allein damit könnten im Optimalfall circa 30 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

Hydraulischer Abgleich wirkt Wärmeverlust entgegen

Ein weiterer Aspekt, auf den der Fachmann bei der Wartung der Heizungsanlagen verwies, ist der sogenannte hydraulische Abgleich. Fehle dieser, so würden Heizkörper besser versorgt, die sich näher an der Wärmequelle befinden. Weiter entfernt sitzende Heizkörper würden hingegen unter Umständen nicht ausreichend warm, oder das Regelverhalten sei schlecht, so der 47-Jährige. Damit könne dem Wärmeverlust also ein Stück weit entgegengewirkt werden.

Doch was sagen die Christdemokraten zum Thema Energiekrise? Eine Stimme aus dem Publikum befand, dass der Wahlkampf zur Landtagswahl insgesamt zu "leise" ablaufe. Außerdem vermisste der Zuhörer eine deutliche Positionierung der CDU, etwa welche Maßnahmen zur Energiepolitik ergriffen werden sollten (zum Beispiel Fernwärme, Fracking oder Windkraft beziehungsweise Solarenergie).

"Vor einem dreiviertel Jahr, als das Wahlkampfprogramm aufgesetzt wurde, hat niemand mit dieser Energiepreisentwicklung gerechnet. Dennoch: Wir als CDU sprechen uns zunächst für eine Deckelung der Energiepreise und eine Senkung der Stromsteuersätze aus, um die Bürger kurzfristig und vor allem effektiv zu entlasten", sagte CDU-Landtagskandidat Christoph Eilers. Privatpersonen und Unternehmer brauchten Planungssicherheit, die in der aktuellen Situation jedoch nicht gegeben sei.

CDU Niedersachsen will Grunderwerbssteuer zeitweise aussetzen

Sein Parteikollege und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im niedersächsischen Landtag, Martin Bäumer, ergänzte, die Christdemokraten wollten zudem die Bauordnung ändern lassen, sodass es für Bauwillige günstiger werde. Darüber hinaus sei die Einführung eines Baukindergeldes angedacht und die Grunderwerbssteuer könnte zeitweise ausgesetzt werden.

Jan-Bernd Saalfeld, Prokurist bei der Volksbank Löningen-Lindern, erklärte den Anwesenden, dass in Deutschland zurzeit eine "Stagflation" herrsche. Demnach gehen eine wirtschaftliche Stagnation und eine Inflation miteinander einher. Lieferengpässe und Materialmangel aufgrund der 0-Covid-Strategie in China sowie die Ukraine-Krise seien unter anderem dafür verantwortlich.

"Für die Politik ist der Instrumentenkasten zur Eindämmung der Inflation leer. Die Zinsen können nicht noch weiter erhöht werden. Daher muss jetzt Geld in die Hand genommen werden, um die Bürger zu entlasten und der Wirtschaft neue Möglichkeiten zu eröffnen", resümierte Martin Bäumer.

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