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CDU Lohne übt Selbstkritik nach der Stadtratswahl

Der wiedergewählte Vorsitzende Dr. Benedikt Olberding nennt das Ergebnis "zufriedenstellend – mehr auch nicht". Drei Sitze hat die Partei verloren, ist mit 19 Mitgliedern aber weiter stärkste Kraft.

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Der neue Vorstand der CDU Lohne: (von links) Frank Bruns, Dr. Benedikt Olberding, Ulrich Zerhusen, Brigitte Theilen, Tobias Hermesch, Christina Renner, Lars Fischer und Mathias Kreinberg. Es fehlen Eckhard Vogt, Herbert Winkel und Sayim Gök. Foto: Timphaus

Der neue Vorstand der CDU Lohne: (von links) Frank Bruns, Dr. Benedikt Olberding, Ulrich Zerhusen, Brigitte Theilen, Tobias Hermesch, Christina Renner, Lars Fischer und Mathias Kreinberg. Es fehlen Eckhard Vogt, Herbert Winkel und Sayim Gök. Foto: Timphaus

Die CDU Lohne ist bei der Kommunalwahl 2021 – trotz der Entwicklungen auf bundespolitischer Ebene – mit einem blauen Auge davongekommen. Das hat der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Benedikt Olberding jüngst auf der Generalversammlung festgestellt. Während seiner kurzen Wahlnachlese im Saal Yilmaz in Kroge nannte er das Ergebnis selbstkritisch "zufriedenstellend – mehr auch nicht".

Die Christdemokraten blieben mit 54,02 Prozent der abgegebenen Stimmen zwar die stärkste politische Kraft in Lohne. Gleichzeitig verlor die Partei aber auch drei Sitze im Stadtrat und stellt nun 19 statt ehemals 22 Ratsmitglieder.

Olberding ging darauf ein, dass aufgrund des Umstandes, dass zwei der 36 Sitze im Rat unbesetzt bleiben – die Unabhängige Bürgergemeinschaft (UBG) hat zwar fünf Sitze errungen, aber nur vier Kandidaten aufgestellt; kurz nach der Wahl zog sich zudem AfD-Ratsherr Holger Teuteberg aus gesundheitlichen Gründen zurück – die CDU weiterhin über eine "komfortable Mehrheit" verfüge. Dennoch habe insbesondere die UBG ein "beeindruckendes Ergebnis" erzielt. 

Olberding bezeichnet UBG-Aktion als "frech"

Zur UBG sagte Olberding, sie habe mit einem "schlichten, gar populistischen Wahlprogramm" überzeugt. Er kritisierte, dass die UBG die CDU-Plakate mit ihrer Forderung nach einem "Generationswechsel" quasi gekapert hätte. "Das war frech."

Olberding rief die Partei zur Einheit auf. Die Bundes-CDU zeige derzeit leidvoll, welche Folgen strukturelle Verwerfungen hätten. Olberding forderte, dass seine Partei deutlich machen müsse, wofür sie eigentlich stehe. Er machte einen Vorschlag: "Ein neuer Generationenvertrag könnte das Markenzeichen der CDU werden."

Fast alle Ortsverbände sind Geschichte

Schatzmeister Tobias Hermesch gab einen Abriss über die Entwicklung der Finanzen. Er schlüsselte unter anderem auf, dass die Partei im Kommunalwahlkampf circa 20.000 Euro ausgegeben hat. CDU-Kreisgeschäftsführer Walter Goda leitete die Abstimmung über die Auflösung nahezu aller Ortsverbände. Diese seien laut Olberding in früheren Zeiten aus "ehrenwerten Gründen" ins Leben gerufen worden, hätten aber keine Vorteile gebracht. Die 84 anwesenden Mitglieder urteilten ebenso. Einzig die CDU-Ortsverbände Brockdorf und Kroge-Ehrendorf bleiben vorerst erhalten.

Nach den Vorstandswahlen herrscht weitgehend Kontinuität. Dr. Benedikt Olberding bleibt Vorsitzender. Seine Stellvertreter sind Brigitte Theilen und neu Ulrich Zerhusen. Die Mitglieder bestimmten Mathias Kreinberg zum Schriftführer. Tobias Hermesch wurde als Schatzmeister bestätigt, ebenso die Mitgliederbeauftragte Christina Renner. Als Beisitzer fungieren künftig Frank Bruns, Lars Fischer, Eckhard Vogt, Sayim Gök sowie der frühere Landrat Herbert Winkel, der sich weiter politisch einbringen möchte.

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