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CDU entscheidet im Februar über Kandidatur

Der Kampf um den Wahlkreis hat begonnen: Die Bewerber für den Landtag starten mit einer Vorstellungsrunde in Barßel . Die Urwahl findet am Karnevalssamstag im Forum in Friesoythe statt.

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Große Premiere in Barßel: Der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Ralph Schröder (von links) begrüßte zur ersten Runde der Bewerber um die Landtagskandidatur Dr. Michael Hoffschröer, Lukas Reinken, Dirk Koopmann und Phillip Hannöver. Foto: Passmann

Große Premiere in Barßel: Der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Ralph Schröder (von links) begrüßte zur ersten Runde der Bewerber um die Landtagskandidatur Dr. Michael Hoffschröer, Lukas Reinken, Dirk Koopmann und Phillip Hannöver. Foto: Passmann

Das Rennen hat begonnen. Die vier Bewerber um die CDU-Landtagskandidatur im Wahlkreis 66 Cloppenburg Nord haben bei ihrer ersten Vorstellungsrunde in Barßel um die Gunst der Parteimitglieder geworben. Michael Hoffschröer aus Cloppenburg, Dirk Koopmann aus Falkenberg, Philipp Hannöver aus Vechta und Lukas Reinken aus Friesoythe wollen bei der Landtagswahl 2022 die Nachfolge von Karl-Heinz Bley antreten, der bereits seit 2003 im Landrat sitzt und bei der Wahl nicht wieder antritt.

Am Karnevalssamstag (26. Februar) entscheiden die CDU-Mitglieder im Forum am Hansaplatz in Friesoythe bei der Urwahl, wen die Christdemokraten bei der Landtagswahl für Cloppenburg-Nord ins Rennen schicken. Zum Wahlkreis 66 gehören die Gemeinde Barßel, Saterland, Friesoythe, Bösel, Garrel und auch die Gemeinden Großenkneten und Wildeshausen. Die vier Bewerber buhlen um die Kandidatur als Ticket, das in der Vergangenheit immer zum direkten Einzug in das Niedersächsische Parlament führte.

Vor der Urwahl müssen Bewerber im gesamten Wahlkreis in die Politbütt – und der erste Termin war eben am Montagabend im Barßeler Pfarrheim beim dortigen CDU-Gemeindeverband. Vorweg: alle Bewerber hinterließen beim Publikum einen guten Eindruck. Keiner fiel ab. "Die Entscheidung dürfte einem schwer fallen", meinte vom CDU-Vorstand Elisabeth Abeln.

Michael Hofschröer will die Stimme des Handwerks sein

Aber der Reihe nach: "Ich möchte in Hannover die Stimme des Handwerks sein. Wir sind Heimat vieler Champions aus dem Mittelstand", sagte der 50-jährige Michael Hofschröer. Dazu zähle natürlich auch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Grundvoraussetzung sei die Schaffung von Kinderbetreuung auch in Randzeiten zu ermöglichen. Eine Aufgabe sieht Hofschröer im kommunalverträglichen Ausbau einer modernen Infrastruktur: Gesundheitsversorgung, Stromtrassen, Breitband, Mobilfunk, ÖPNV, Straßen und Wasserversorgung. Er kenne die Stärken der Region, verschließe die Augen aber auch nicht vor den Herausforderungen.

Lukas Reinken ist eine starke Wirtschaft vor Ort wichtig

Seinen Hut in den Ring hat auch Lukas Reinken aus Friesoythe geworfen. "Der Wahlkreis ist sehr vielfältig.", sagte er. Es gebe eine Menge für das Leben relevanter Themen. "Wir müssen die Weichen stellen, um auch künftig eine starke Wirtschaft vor Ort zu haben. Es gilt die Innovationskraft zu erhalten." Das bedeute vor allem Bürokratie-Abbau, Landwirtschaftliche Förderung zu sichern und die nötige Infrastruktur auszubauen – gerade im Hinblick auf die Digitalisierung. Schulen müssten optimal ausgestattet werden. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, brauche es eine hervorragende Kinderbetreuung.

Phillip Hannöver will bei der Digitalisierung Gas geben

Familiäre Bindung zu Barßel hat Phillip Hannöver aus Vechta. Sein Vater kommt aus Garrel, seine Mutter aus Barßel. Im Falle einer Wahl würde er wieder in den Landkreis ziehen. Politische Erfahrungen hat der Selbstständige vier Jahre als Referent im Bundestag gesammelt. "Digitalisierung ist mein Thema. Das wird auch besonders in den Schulen immer wichtiger, da müssen wir Gas geben," sagte der 27-Jährige. Verkehr und Infrastruktur seien immer von Bedeutung, gerade im ländlichen Raum. Auch das Thema Landwirtschaft liege ihm am Herzen: "Die Betriebe brauchen für die Zukunft eine wirtschaftliche Planbarkeit und mehr Wertschätzung."

Dirk Koopmanns Ziel ist es, die Bürokratie abzubauen

Der vierte im Bunde ist der Falkenberger Dirk Koopmann. Der Fraktionsvorsitzende im Garreler Gemeinderat fordert weniger Bürokratie und schnelle Abwicklungen. Er selbst ist Befürworter der dualen Ausbildung. Auch er forderte die schnelle Digitalisierung für den ländlichen Raum. Auch die ärztliche Versorgung liegt ihm am Herzen. "Die Kassenärztliche Vereinigung muss das System der Verteilung neu regeln und es muss regional genau hingesehen wird und die jeweiligen Besonderheiten einfließen", so der 41-Jährige. "Die Landwirtschaft brauche ein gutes Einkommen mit dem Auskommen. Nicht mehr oder weniger", forderte der Falkenberger Kandidat. Bildung und Betreuung lagen auch ihm am Herzen.

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