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CDU Damme stellt sich Bürgerfragen

Wie man sich verjüngen will oder wie es um den Haushalt der Stadt steht: Die Partei stand Rede und Antwort

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Viel zu besprechen: 55 Gäste richteten ihre Fragen an die Dammer CDU. Bürgermeister Gerd Muhle (zweiter von links) gab ihnen die Antworten. Foto: Brauns-Bömermann

Viel zu besprechen: 55 Gäste richteten ihre Fragen an die Dammer CDU. Bürgermeister Gerd Muhle (zweiter von links) gab ihnen die Antworten. Foto: Brauns-Bömermann

„Meine Frage an die CDU Damme“, so hieß die Aufgabenstellung des neuen Formats „Schnacken un Kürn“ für 55 Gäste im Restaurant Schomaker. Die Herzensfrage wurde auf einem Bierdeckel notiert und bei Dammes neuem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Osterhues abgegeben. Er ordnete thematisch, und es sammelten sich Fragen für rund zwei Stunden Podiumsdiskussion an. Die Antworten lieferte Bürgermeister Gerd Muhle. Nicht immer konform mit den erwarteten Antworten, aber immer offen und vor allem konstruktiv.

„Loat us schnacken un kürn, so maakt wi dat im Kreis Vechta“, führte Osterhues ein. Mit auf dem Podium saßen Andreas Macke, stellvertretender Gemeindevorstandsvorsitzender der CDU Osterfeine/Rüschendorf, und Ruth Bresser, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Damme. Thematisch sortiert, rangierten die meist sehr konkreten Fragen von Straßenbau, Status quo Dümmer, Schilfpolderbau und Naturschutzgebietskulisse, Glasfaserausbau, Starkregenereignisse, Attraktivitätssteigerung des Olgahafens bis zur spannenden Frage „Wie will sich die CDU Damme verjüngen und mit welchen Themen die Jugend für sich gewinnen?“.

Dazu gab die Dammer CDU-Spitze zu, noch kein konkretes Konzept zu haben. Eine Begründung lag darin, dass der neue Vorsitzende Osterhues erst seit Juli im Amt ist. „Ich habe aber kürzlich mit einem jungen Mann um die 20 gesprochen, der demnächst für den Stadtrat kandidieren will.“ Claudia Westendorf, Mitgliederbeauftragte der Dammer CDU, sprang ihm zur Seite: „Es besteht für junge Interessierte die Möglichkeit, in Projekten, die kurzfristiger und situativer sind, in verschiedenen Themenfeldern mitzuarbeiten. Das kommt jungen Menschen entgegen.“

"Bei Fridays for Future klappt das gut, da können junge Menschen einfach mitmachen. So müssen wir Politik erfahrbar machen."Bürgermeister Gerd Muhle

Zustimmung kam von Gerd Muhle, der fand,  die Jugend sei bei konkreten Fragestellungen interessiert, weniger aber auf Ebene genereller Parteizugehörigkeit. „Bei Fridays for Future klappt das gut, da können junge Menschen einfach mitmachen. So müssen wir Politik erfahrbar machen mit unseren Themenschwerpunkten“, konkretisierte Westendorf.

Konkret wollte das Auditorium wissen, ob coronabedingt, Investitionen der Stadt stocken. „Nein, im Moment nicht, der Haushalt ist noch gesund, aber es gibt die Variable mit Namen Unsicherheit“, so Muhle. Die Dammer Firmen seien aber gut aufgestellt. „Was können wir für eine attraktivere Innenstadt tun?“, war eine weitere Frage. „Die Betonung liegt auf wir. Lasst uns alle dort einkaufen und den Sinneswandel ,Es ist sexy, in der Innenstadt einzukaufen' fördern“, sagte Muhle. Zudem wird über einen „Citymanager“ diskutiert. Das Stichwort Attraktivität galt auch für den Olgahafen. „Wir haben als Stadt leider den geringsten Einfluss“, gestand Muhle. An der Engstelle hätten die Hoheit zwei Gastronomen und der Landkreis Vechta. „Die müssen wir motivieren, zu investieren, wir können unterstützen.“

Dennoch gebe es konkrete Pläne für einen attraktiven Wohnmobilhafen und geordnete Parkplätze, auch die öffentliche WC-Anlage neben dem Spielplatz müsse erneuert werden. Zum Thema Starkregenereignisse hatte er eine feste Meinung: „Wir müssen uns alle mal fragen, was versiegele ich und was nicht?“ Zudem sei ein neues Gesamtkonzept für Damme sinnvoll.

Zum Thema zugewachsene Radwegsäume kommentierte er: „Wir wollen eine radfreundliche Gemeinde sein, dann bedarf es aber mehr Pflege von kommunaler und privater Seite.“ Der letzte Fragenblock betraf Muhle persönlich. Seine Antworten: „Nein ich kandidiere nicht für das Landratsamt. Meine berufliche Planung gedeiht, wenn es konkret ist, lasse ich es euch als Erste wissen.“ Sein schwierigstes Thema seiner Amtszeit sei tatsächlich das Famila-Projekt gewesen, und er sei traurig, dass zum Ende seiner Amtszeit Corona zwischen so viele Aktivitäten grätschte. Muhle wird weiter in Damme wohnen „Wir haben ein schönes Haus hier und fühlen uns wohl.“

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