Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Carl Heinz Putthoff spricht über Themen, die Dinklage bewegen

Der Kämmerer der Stadt Dinklage und Kandidat für das Bürgermeisteramt sprach auf der Online-Veranstaltung "CDU im Dialog" über Straßenausbaubeiträge, Gewerbeflächen und aktuelle Bauprojekte.

Artikel teilen:
Carl Heinz Putthoff beantwortete auf der Veranstaltung "CDU im Dialog" zahlreiche Fragen. Foto: Heinzel

Carl Heinz Putthoff beantwortete auf der Veranstaltung "CDU im Dialog" zahlreiche Fragen. Foto: Heinzel

Carl Heinz Putthoff, der Kämmerer der Stadt Dinklage und bislang einzige Bewerber um den Posten des Rathauschefs für die Kommunalwahl am 12. September (Sonntag) stellte sich jetzt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ den Fragen des Moderators Sascha Heil und der anwesenden Dinklager Bürger. Anderthalb Stunden ging das Zoomeeting bei dem sich über 80 Geräte einwählten. Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art.

Nach einem „lockeren Aufgalopp zum warm werden“ mit sechs schnellen Fragen, so Sascha Heil, wollte er von Carl Heinz Putthoff wissen, warum er Bürgermeister werden wolle. Der amtierende Stadtkämmerer verwies dabei darauf, von den Fraktionen im Stadtrat gefragt worden zu sein. Letztlich trete er als unabhängiger, parteiloser Kandidat an. Danach schilderte er kurz seinen beruflichen Werdegang. Dessen wichtigste Stationen: Carl Heinz Putthoff begann seine Verwaltungslaufbahn 1975 beim Landkreis Vechta. Danach übernahm der gebürtige Osterfeiner verschiedene Aufgaben in der Kreisbehörde, unter anderem war er im Laufe der Zeit stellvertretender Amtsleiter für Schulen und Kultur. 1993 wechselte der frühere Fußballer von SW Osterfeine nach Dinklage und übernahm dort die Leitung des Ordnungsamtes und des Standesamtes. Aktuell ist er der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und Kämmerer der Stadt. Er charakterisierte sich als Verwaltungsmann. Seine Mitarbeiter könnten sich darauf verlassen, dass er Entscheidungen fällen würde, denn ansonsten würde Stillstand herrschen.

Seine Kernkompetenz seien Finanzen. Als Kämmerer habe der Diplom Verwaltungswirt immer den Schuldenstand der Stadt im Blick. Dieser würde Ende 2024 bei 10,5 Millionen Euro liegen, wenn das gültige Investitionsprogramm entsprechend umgesetzt werde. Würden die Baukosten auf dem Pandemiebedingten hohen Niveau bleiben müsste bei vielen Projekten allerdings nachfinanziert werden.

Aktuelle Bauvorhaben wie Bauhof und Freibad sowie mögliche Steuererhöhungen

Auf die aktuellen Bauvorhaben angesprochen sagte er, dass der Bau des Bauhofs zurückgestellt werde und erst im Spätherbst ausgeschrieben werden soll. Beim Neubau des Kindergartens seien Fördermittel generiert worden, die zeitlich gebunden sind. Die Ausschreibung ist für Anfang 2022 geplant. Beim Freibad rechne er mit einem Baubeginn im August 2023. Für diese Maßnahme seien bereits steigende Baukosten eingeplant. Allerdings nicht in Höhe von 25 Prozent, wie es aktuell am Markt der Fall sei.

Steuererhöhungen würden ein Thema werden, machte Carl Heinz Putthoff deutlich. Schränkte aber ein, dass es nicht so dringlich sei, da laut aktuellem Finanzplan der jährliche Ergebnishaushalt bis 2024 jeweils ein positives Ergebnis zwischen 1,2 bis 1,4 Millionen Euro aufweise. „Sollten die Investitionen aber aus dem Ruder laufen, muss man darüber nachdenken“, so Carl Heinz Putthoff.

Ein Interkommunales Gewerbegebiet und der Gedanke eines Citymanagers

Danach ging es um die Ansiedlung von Gewerbebetrieben sowie Klima-, Umwelt- und Naturschutz. Es herrsche ein dringender Bedarf an Gewerbeflächen, stellte der Kämmerer fest. Um diesen zu decken, brachte er wieder ein Interkommunales Gewerbegebiet ins Gespräch. Für die Gewerbetreibenden in Dinklage wolle er im Rahmen der Bestandspflege ein Ansprechpartner sein. In künftigen Bebauungsplänen plädiert er dabei für mehr ökologische Vorgaben und zwar sowohl im gewerblichen als auch privaten Gebäudebau. Daneben findet er den Gedanken eines Citymanagers als Bindeglied zwischen Handwerk, Einzelhandel und Stadt sehr gut. Die Stelle sollte allerdings bei der Bürgeraktion angesiedelt sein.

„Bei der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge fehlen in den nächsten Jahren durchschnittlich 300.000 Euro an Einnahmen, die aufgrund der finanziellen Situation der Stadt Dinklage zu kompensieren sind.“Carl Heinz Putthoff

In Sachen Jugendpolitik setzt er auf das künftige Jugendparlament. Dessen Ideen wolle er aufgreifen und der Politik vortragen. Anschließend kamen die Gesprächspartner zur Straßenausbausatzung. Zu diesem Dauerbrenner sagt er klar: „Bei der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge fehlen in den nächsten Jahren durchschnittlich 300.000 Euro an Einnahmen, die aufgrund der finanziellen Situation der Stadt Dinklage zu kompensieren sind.“ Darüber müsse der Bürger auch in der geplanten Bürgerbefragung informiert werden. Des Weiteren erläuterte er den Unterschied zwischen Straßenausbaubeiträgen und Erschließungsbeiträgen. „Erfolgt eine Sanierung, sprich: Verbesserung oder Erneuerung der Straßenfläche, werden Straßenausbaubeiträge erhoben. Für die Nebenanlagen wie Beleuchtung, Gehweg, Straßenentwässerung werden Erschließungsbeiträge erhoben“, erklärte Carl Heinz Putthoff. Das bedeute selbst bei einem Wegfall der Straßenausbaubeiträge müssten die Erschließungsbeiträge (Anliegeranteil 90 Prozent) bezahlt werden. Dies schreibe das Baugesetzbuch so vor.

Bereits zu Beginn der Sitzung fragte Sascha Heil, was nach der fünfjährigen Amtszeit über diese gesagt werden soll. Das Projekte umgesetzt wurden, meint Putthoff. Dabei nennt er ganz konkret das Freibad, die Sporthalle der Kardinal-von-Galen-Schule, den Kindergarten, einen neuen Standort für den Malteser Hilfsdienst sowie einen Ersatzbau für die DLRG. „Das sind Projekte die ich realisiert sehen möchte.“

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Carl Heinz Putthoff spricht über Themen, die Dinklage bewegen - OM online