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Cappelner Jugend bringt Skateranlage ins Rollen

Sein Ansinnen hat der Nachwuchs mit 576 Unterschriften aus der Gemeinde untermauert. Breite Zustimmung gab es auch im Fachausschuss. Rampen und Plattformen für die Anlage kosten 40.000 Euro.

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Klares Statement: Alexander Marischen (links) überreichte vor der Sitzung Bürgermeister Marcus Brinkmann die 576 gesammelten Unterschriften. Foto: Dirk Olliges

Klares Statement: Alexander Marischen (links) überreichte vor der Sitzung Bürgermeister Marcus Brinkmann die 576 gesammelten Unterschriften. Foto: Dirk Olliges

Einen Skater-Park wünschen sich einige Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Cappeln. Wie ernst es ihnen ist, zeigten sie dem Ausschuss für Familie, Jugend und Sport am Mittwoch mit mehr als 500 Unterschriften, die binnen nicht einmal einer Woche gesammelt wurden. Die Ausschussmitglieder wollen so viel Engagement unterstützen. Sie haben einstimmig der Verwaltung empfohlen, mögliche Standorte, Ausführungsvarianten und Kosten zu ermitteln. Um keine Zeit zu verlieren, soll sich direkt im Anschluss der Verwaltungsausschuss der Sache annehmen.

Die Antragsteller haben signalisiert, dass sie die Entscheidungsträger bei der Suche nach potenziellen Standorten und der Gestaltung unterstützen. Wie so etwas aussehen könnte, dafür gebe es Beispiele in Cloppenburg, Beverbruch und Lembruch. Auch die Kosten für die angepeilten 3 Rampen beziehungsweise Plattformen hatte der Nachwuchs bereits ermittelt. Rund 40.000 Euro müsste man einplanen, zuzüglich der herzurichtenden Fläche.

„Wir wünschen uns eine Skater-Anlage in Cappeln, damit sich Kinder und Jugendliche sportlich betätigen können und man sich mit Freunden treffen kann. Ein kleines Spielfeld für Fußball, Handball und Basketball könnte sehr gut integriert und das Defizit eines fehlenden, immer zugänglichen Bolzplatzes somit beseitigt werden“, heißt es in der Antragstellung.

Nachwuchs sieht auch einen Werbefaktor

Dabei zeigt der Nachwuchs durchaus Weitsicht. „Für Cappeln wäre die Errichtung einer Skater-Anlage eine große Chance, das Freizeitangebot der Gemeinde zu erweitern und im Oldenburger Münsterland über die Gemeindegrenzen hinaus Besucher in den Ort zu bekommen.“

Zum Planungsstand einer neuen Sporthalle, deren Bedarf der SV Cappeln seit 2018 angemeldet hat, wurde nach eingehender Diskussion die Fortführung der Gespräche im Arbeitskreises empfohlen. Dafür hatte sich Daniel Willenborg (UWG) ausgesprochen und dabei seinen Fraktionskollegen Christian Schumacher sowie Frank Garling (SPD) und Mechthild Bültermann (CDU) auf seiner Seite. Ulla Niemeyer und Silke Haase (beide CDU) enthielten sich und Paul Wilken und Thorsten Reichenbach votierten dagegen. Im Herbst sollen dann die Ergebnisse vorgestellt werden.

SV Cappeln übernimmt Sportplatzpflege 

Einstimmig wurde der Antrag des SV Cappeln empfohlen, die Sportplatzpflege für zunächst 3 Jahre übernehmen zu dürfen. Die Kosten werden von der Kommune übernommen und belaufen sich auf jährlich 18.250 Euro. Hintergrund des Antrags ist unter anderem, die Platzpflege so zu organisieren, dass auf den Spielplan Rücksicht genommen werden kann.

Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurde der UWG-Antrag empfohlen, eine Satzung zur Benutzung der Schul- und Sportplatzflächen sowie des Dorfplatzes und öffentlicher Spielplätze zu erlassen. Für die Schulgelände und die gemeindlichen Parkplätze gibt es eine solche Benutzungsordnung bereits. Auf dieser Basis können dann ordnungsrechtliche Maßnahmen ergriffen werden, falls es zu Fehlverhalten kommt.

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