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Cappeln soll für den Ernstfall gerüstet sein

Feuerwehren, Bürgermeister Marcus Brinkmann und Clemens Poppe (FDP) erachten den Feuerwehrbedarfsplan für sinnvoll. Das Cappelner Zentrum ist von der Standortfrage unberührt.

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Retter in der Not: Bei Neubauten sind viele Feuerwehren in der Region an den Ortsrand ausgewichen. Symbolfoto: Thomas Vorwerk

Retter in der Not: Bei Neubauten sind viele Feuerwehren in der Region an den Ortsrand ausgewichen. Symbolfoto: Thomas Vorwerk

Einen Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Cappeln fordert FDP-Ratsherr Clemens Poppe in einem Antrag, den er gestern schriftlich im Rathaus eingereicht hat. Etwas überraschend für Bürgermeister Marcus Brinkmann, der auf einem Ratsinformationstermin Ende August eben diesen bereits vorgeschlagen hatte. Von den Ortsbrandmeistern und dem Gemeindebrandmeister wurde ebenfalls eine entsprechende Empfehlung gegeben. „Aber schön, wenn das Ansinnen Unterstützung bekommt“, kommentierte Brinkmann den Antrag des Ratsherrn.

FDP-Ratherr will Neubau am Ortsrand

Poppe spricht sich in seinem Schreiben für die Suche nach einem Standort am Rande des Hauptortes aus. Eine Ertüchtigung am aktuellen Platz berge das Risiko, dass die Anforderungen dort vielleicht schon in wenigen Jahren nicht mehr erfüllt werden können.

Für den Feuerwehrbedarfsplan soll seiner Meinung nach ein externes Planungsbüro beauftragt werden. Das Papier „ist als operative beziehungsweise strategische Planungsgrundlage für die nächsten 20 Jahre auszulegen. Dieser Plan soll bindend für die zukünftige Aufstellung der Feuerwehren der Gemeinde Cappeln sein“, so der Ratsherr.

Siegerentwurf kann in jedem Fall umgesetzt werden

In seiner Begründung führt der Liberale aus, dass „die aktuelle städtebauliche Planung der sogenannten Ortsmitte zu Diskussionen darüber geführt hat, ob der von der Feuerwehr präferierte Standort direkt im Ort weiterhin bestehen bleiben kann und für eine weitere Entwicklung der Wehren ausreichend ist“.

„Die Planung in der Ortsmitte bleibt davon unberührt“, versichert Bürgermeister Brinkmann. Der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs kann ohne Einschränkungen umgesetzt werden, egal, ob die Feuerwehr im Zentrum bleibt oder ein neues Areal gesucht werden soll. Keine Frage ist für den Verwaltungschef, dass ein Standort langfristig geeignet sein muss.

"Risiken und Gefährdungspotenziale für die Mitglieder der Feuerwehr und und die Bevölkerung reduzieren." Clemens Poppe, Ratsherr

Poppe will den Antrag zum Anlass nehmen, die gesamte Situation der drei Feuerwehren der Gemeinde Cappeln ganzheitlich zu betrachten, „um hier zukünftigen investiven Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, aber auch Risiken und Gefährdungspotenziale für die Mitglieder der Feuerwehr und Bevölkerung zu reduzieren“.

Clemens Poppe verweist auf Erkenntnisse in anderen Gemeinden des Oldenburger Münsterlandes, die einen innerörtlichen, zentralen Standort, wie er bis vor 15 Jahren üblich war, suboptimal einstufen. In der Folge seien viele Feuerwehrstandorte auf der grünen Wiese an der Ortsrändern entstanden.

Zusammenarbeit mit benachbarten Feuerwehren prüfen

Von einem Feuerwehrbedarfsplan verspricht er sich weitreichende Schlüsse zur Struktur, Ausstattung und Personal aller drei Wehren der Gemeinde Cappeln und nennt als Stichworte Einhaltung der Schutzziele, Eintreffzeiten, Verfügbarkeiten, Erreichungsgrad, Bausubstanz der Gebäude, Fahrzeuge und Ausrüstung. Mit den drei Feuerwehren könnten bei einer gemeindlichen Planung Kräfte gebündelt, Synergieeffekte genutzt und die bestmögliche Ausstattung bei Fahrzeugen und Ausrüstung garantiert werden. Gespräche mit Nachbarkommunen über eine Zusammenarbeit gehören für Clemens Poppe dazu, damit die sogenannte Hilfsfrist von 15 Minuten auch in den Gemeinderandgebieten sichergestellt werden kann.

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